Im Prozess um den versuchten Raub des Trierer Goldschatzes ist ein Täter am Dienstag vor dem Landgericht zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der 28-Jährige hatte Anfang August gestanden, bei der Tat im Oktober 2019 vor dem Rheinischen Landesmuseum Trier Schmiere gestanden zu haben. Zwei Täter, die noch unbekannt sind, hätten versucht, den Schatz mit mehr als 2500 Münzen aus purem Gold zu stehlen. Es handelt sich um den weltweit größten Goldschatz der römischen Kaiserzeit. Es war ein kurzer Prozess: Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Gericht hatten sich bei einem Geständnis des Mannes auf eine Freiheitsstrafe zwischen zweieinhalb und dreieinhalb Jahren verständigt. Am nun zweiten Prozesstag wurde der Niederländer wegen versuchten Diebstahls in einem besonders schweren Fall verurteilt, wie eine Sprecherin des Landgerichts Trier sagte. Der Raub des 18,5 Kilo schweren Schatzes war den Dieben nicht gelungen: Sie schafften es nicht, den Kubus aus Panzerglas über den Goldmünzen zu öffnen, bevor die Alarmanlage anging und die Polizei anrückte. Sie flüchteten ohne Beute. Der Verurteilte konnte anhand einer DNA-Spur ermittelt werden, die an einer am Tatort zurückgelassenen Sporttasche gesichert wurde. Aufgrund eines europäischen Haftbefehls wurde er in den Niederlanden festgenommen und Mitte Dezember 2020 an Deutschland ausgeliefert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Schatz ist das Aushängeschild des Museums in Trier. Sein Wert wird laut Staatsanwaltschaft auf 10 Millionen Euro geschätzt, der Materialwert liege bei 600 000 Euro. Zurzeit ist er im Museum nicht ausgestellt, weil das Münzkabinett sicherheitstechnisch aufgerüstet wird. Er werde wohl im Frühjahr 2022 wieder zu sehen sein, sagte Direktor Marcus Reuter. Solange seien die Goldmünzen «an einem geheimen, sicheren Ort» untergebracht.
Bildnachweis: © Birgit Reichert/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Versuchter Goldschatz-Raub: Täter muss drei Jahre in Haft
Sie wollten aus dem Landesmuseum in Trier den weltweit größten Goldschatz der römischen Kaiserzeit stehlen. Einer der Täter ist nun verurteilt worden.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App?
Meistgelesene Artikel
- 25. September 2026
Herbstkirmes 2026 in Wiedenbrück: Fahrgeschäfte, Feuerwerk und Krammarkt
Vom 2. bis 5. Oktober lockt die Herbstkirmes nach Wiedenbrück: Fahrgeschäfte, Feuerwerk, verkaufsoffener Sonntag und Krammarkt.
- 20. September 2026
Klingelbrink wird zur Partymeile: Soleil Society bringt Wiedenbrück zum Pulsieren
Summer Closing am Klingelbrink: volle Straße, mehr als 250.000 Videoaufrufe und eine Debatte über Innenstadtleben. Unser Rückblick mit Bildergalerie.
- 3. Oktober 2026
Ähnelte KZ-Kleidung: Zara zieht Kostüm zurück
Zara nimmt ein Halloween-Kostüm aus dem Sortiment. Die Modekette reagiert auf Kritik, das Design erinnere an KZ-Häftlingskleidung aus der NS-Zeit.
Neueste Artikel
- 6. Oktober 2026
Schülerin stirbt nach Messerattacke an Istanbuler Schule
Nach einer Amoktat im April wird verstärkt über Gewalt an türkischen Schulen diskutiert. Nun sticht eine Schülerin auf Kinder einer anderen Schule ein – eines kann nicht mehr gerettet werden.
SVIDOMI, THE SNOOKS und die ELBA BAND treten am 16. Oktober in der St.-Pius-Kirche auf. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 6. Oktober 2026
Schülerin stirbt nach Messerattacke an Istanbuler Schule
Nach einer Amoktat im April wird verstärkt über Gewalt an türkischen Schulen diskutiert. Nun sticht eine Schülerin auf Kinder einer anderen Schule ein – eines kann nicht mehr gerettet werden.
- 6. Oktober 2026
Germanwings-Katastrophe: Angehörige scheitern mit Klage
2015 stürzt eine Germanwings-Maschine in den französischen Alpen ab, 150 Menschen sterben. Warum eine neue Schmerzensgeldklage der Angehörigen der Toten nun abgewiesen wird.

