25. Juli 2021 / News aus der Welt

Unwetter in Belgien: Autos weggespült und Häuser evakuiert

Nur gut eine Woche nach heftigen Überschwemmungen mit Dutzenden Toten wird Belgien vom nächsten Unwetter getroffen. Zahlreiche Autos wurden weggespült.

Trümmer liegen auf der zerstörte Straße Rue Andre Sodar in der Nähe eines Bahnübergangs im Stadtzentrum von Dinant.
Veröffentlicht am 25. Juli 2021 um 17:46 Uhr von dpa

In Belgien sind bei erneuten Unwettern am Wochenende zahlreiche Autos weggeschwemmt und Menschen in Sicherheit gebracht worden.

In der Stadt Namur in der gleichnamigen Provinz seien am Samstag wegen des Wetters Häuser evakuiert und rund 30 Menschen in Sicherheit gebracht worden, berichtete die Nachrichtenagentur Belga. Die Stadt liegt rund 100 Kilometer westlich von Aachen. Ähnlich wie in Deutschland war es auch in Belgien vor rund eineinhalb Woche zu heftigem Unwetter mit Toten gekommen. Angaben vom Freitag zufolge starben 36 Menschen und es werden immer noch Menschen vermisst.

«Es ist eine Katastrophe», zitierte Belga die Feuerwehr am Samstagabend. Es habe zahlreiche Anrufe gegeben, man habe nicht gewusst, wo einem der Kopf stehe, hieß es weiter. Nach Angaben von Sonntag kam es in Namur zu mehr als 550 Feuerwehreinsätzen.

In der Stadt Dinant blockierten die vom Wasser mitgerissenen Fahrzeuge einen Bahnübergang. Der Bahnverkehr sei wegen des Hochwassers Mitte Juli aber bereits eingestellt gewesen. Auf Bildern in einem Bericht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks RTBF über das Unwetter im Land war zu sehen, wie sich Straßenzüge in Sturzbäche verwandelt hatten und Trümmer umherlagen. Weitere Fotos zeigten weggerissene Straßenbeläge und eine eingestürzte Hauswand.

Neben Namur und Dinant waren den Berichten zufolge noch weitere Städte und Dörfer betroffen. Unter anderem wurde von Erdrutschen in Wallonisch-Brabant südlich von Brüssel berichtet.

In der Provinz Antwerpen im Norden des Landes habe es ebenfalls wetterbedingte Einsätze der Feuerwehr gegeben. Tote waren den Angaben zufolge nicht zu beklagen.


Bildnachweis: © Nicolas Maeterlinck/BELGA/dpa
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