21. Februar 2023 / News aus der Welt

Unwetter in Brasilien: Opferzahl steigt auf mindestens 44

Seit Samstag führen schwere Regenfälle zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Unter den Verstorbenen sollen auch Kinder sein. Zudem gibt es noch zahlreiche Vermisste.

Rettungskräfte suchen in São Sebastião nach Überlebenden, nachdem Überschwemmungen tödliche Erdrutsche ausgelöst haben.
Veröffentlicht am 21. Februar 2023 um 19:48 Uhr von dpa

Die Zahl der Toten nach Überschwemmungen und Erdrutschen in Brasilien am Karnevalswochenende ist auf mindestens 44 gestiegen. Allein in der Stadt São Sebastião im Südosten des Landes starben 43 Menschen, wie die Regierung des Bundesstaates São Paulo am Dienstag mitteilte. Ein weiterer Todesfall wurde aus Ubatuba gemeldet. Nach Medienberichten waren auch Kinder unter den Toten. 40 Menschen wurden noch vermisst. Schwere Regenfälle hatten seit Samstag Überschwemmungen und Erdrutsche an der Atlantikküste des Bundesstaates verursacht, einem beliebten Ziel für Urlauber, die dem Karneval entfliehen.

Nach Angaben der Regierung São Paulos wurden innerhalb von 24 Stunden mehr als 600 Millimeter Niederschlag registriert - eine der größten Niederschlagsmengen in Brasilien innerhalb so kurzer Zeit. Mehr als 500 Feuerwehrleute und andere Rettungskräfte waren im Einsatz und suchten nach weiteren Opfern. Gouverneur Tarcísio de Freitas rief im Bundesstaat São Paulo drei Tage Staatstrauer aus. Einige Städte sagten die Karnevalsfeiern ab.

Der Gouverneur des benachbarten Bundesstaates Rio de Janeiro drückte bei den weltberühmten Umzügen im Sambodrom sein Beileid aus: «Der Schmerz eines jeden Bewohners von São Paulo ist heute der Schmerz eines jeden Bewohners von Rio», sagte Cláudio Castro. 1730 Menschen wurden Regierungsangaben zufolge wegen des Regens vertrieben, rund 770 verloren ihr Zuhause. Die Teams arbeiteten auch daran, blockierte Straßen freizubekommen. Touristen fingen an, die betroffene Region zu verlassen.


Bildnachweis: © Andre Penner/AP/dpa
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