Der Ätna auf der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien ist erneut ausgebrochen: Seit den Morgenstunden spuckt der größte aktive Vulkan Europas glühende Lava und Asche, begleitet von kilometerlangen Rauch- und Aschewolken, die auf Videos zu sehen sind. «Die heutige Eruptionsaktivität ist für den Ätna recht typisch», sagt Giuseppe Salerno vom italienischen Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) der Deutschen Presse-Agentur. Dabei gehe es um eine pyroklastische Strömung - also eine Art feurige Staublawine aus Asche, Gas und Gestein, die durch einen Einsturz an der Nordseite des Südostkraters ausgelöst wurde. Der Höhepunkt einer Eruption dauere meist mehrere Stunden; die Eruptionssäulen könnten dabei Höhen von bis zu zehn bis zwölf Kilometern erreichen, so Salerno. Nach ersten Erkenntnissen blieb das heiße Material innerhalb des abgelegenen Valle del Leone («Löwental»). Die Gegend liegt fernab bewohnter Orte. Zwischenzeitlich wurde die Flugwarnstufe auf Rot angehoben - derzeit werde es auf Gelb gesenkt, hieß es. Der internationale Flughafen Catania blieb auch tagsüber in Betrieb. Laut INGV hat sich die explosive Aktivität zu einer Lavafontäne verstärkt - eine eruptive Phase, bei der flüssige Lava aus dem Krater geschleudert wird. Auch der sogenannte Tremor, also die messbaren Erschütterungen im Untergrund, hatten tagsüber dem Institut zufolge zugenommen. Erste Bodenverformungen im Kraterbereich wurden ebenfalls registriert. Die Aktivität des Vulkans habe jedoch keine so intensiven Spitzen wie bei den Ausbrüchen 2021 erreicht, sagte der INGV-Direktor Stefano Branca der italienischen Tageszeitung «La Repubblica». Bei früheren Ausbrüchen sei die Außenwand nicht eingestürzt, nun sei es vormittags vor den Augen der Touristen geschehen. Die Aschewolke habe sich innerhalb weniger Sekunden entwickelt und war äußerst spektakulär, so der Vulkanologe. Aber es sei nichts besonders Ungewöhnliches passiert. Der etwa 3.350 Meter hohe Ätna bricht mehrmals im Jahr aus und wird von Fachleuten ständig überwacht. Diese sogenannten strombolianischen Eruptionen - also regelmäßig explosive Ausbrüche - bietet meist einen spektakulären Anblick und ziehen zahlreiche Schaulustige an. Seit Anfang Mai meldete das INGV in der Region mehrere Eruptionen.INGV-Direktor: Keine so intensiven Spitzen wie 2021
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Nach Ätna-Ausbruch bleibt die Lage auf Sizilien stabil
Auf Sizilien zeigt sich der Ätna erneut von seiner feurigen Seite: Seit dem Morgen brodelt der Vulkan, kilometerweit waren Wolken zu sehen. Die Eruption scheint sich nun zu beruhigen.
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