Der Deutsche Tierschutzbund verklagt die Bundesrepublik Deutschland am Verwaltungsgericht Köln. Grund sei die «unzureichende Unterstützung» von Tierheimen, wie der Tierschutzbund mitteilte. Das Verwaltungsgericht in Köln bestätigte die Klage. «Nachdem Tierheime trotz entsprechender Zusagen im Koalitionsvertrag auch im Bundeshaushalt 2026 erneut nicht berücksichtigt wurden, sehen wir uns als Dachverband nun zu diesem rechtlichen Schritt gezwungen», teilte der Tierschutzbund mit. «Der praktische Tierschutz steht mit dem Rücken zur Wand, während der Bund die Verantwortung auf die Kommunen abschiebt.» Ziel der Klage sei, die Frage staatlicher Verantwortung für den praktischen Tierschutz zu klären. «Wir wollen erstmals gerichtlich klarstellen lassen, dass sich aus dem Staatsziel Tierschutz im Grundgesetz (Art. 20a GG) auch eine finanzielle Verpflichtung für den Bund ergibt.» In der Klageschrift heißt es laut Tierschutzbund unter anderem: «Der praktische Tierschutz insgesamt steckt seit Jahren in einer existenzbedrohenden Krise, auch weil der Bund seiner verfassungsrechtlichen Verantwortung, solche Einrichtungen angemessen finanziell zu unterstützen – dazu in der rechtlichen Würdigung – nur unzureichend nachkommt.» Neben dem Tierschutzbund klagen noch vier weitere Tierschutzverbände, die allerdings alle Mitglieder im Tierschutzbund sind, wie das Verwaltungsgericht mitteilte. Das Verwaltungsgericht erklärte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa): «Grundsätzlich folgt allein aus der Erhebung einer Untätigkeitsklage noch kein unmittelbar „fälliger“ Anspruch (hier auf Investitionshilfen). Zunächst werden nach einer Klageerhebung grundsätzlich Stellungnahmefristen für die Beteiligten gesetzt und die ggf. vorhandenen Verwaltungsvorgänge angefordert.» Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat eine dpa-Anfrage nach einer Stellungnahme seit Mittwochmittag bisher nicht beantwortet.«Existenzbedrohende Krise für den Tierschutz»
Wie geht es jetzt weiter?
Bildnachweis: © Oliver Berg/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Tierschutzbund verklagt Bundesrepublik wegen Tierheimen
Trotz entsprechender Zusagen im Koalitionsvertrag unterstütze die Bundesregierung Tierheime nicht ausreichend, argumentiert der Tierschutzbund. Daher reicht er Klage ein. Worum geht es im Detail?
Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App?
Meistgelesene Artikel
- 8. Juni 2026
Wiedenbrück: Vier letzte Grundstücke an der Kernekampstraße für den Traum vom Eigenheim
Acht Bauplätze waren geplant, vier sind bereits durch die Splietker Architektur und Bauen (Splietker Baugesellschaft mbH) bebaut. Wer jetzt zugreift,
Nach einem Hauseinsturz in Sachsen ist die Lage auch nach mehreren Stunden weiter unklar. Fünf Menschen, die möglicherweise in dem Haus waren, sind nicht erreichbar.
Musik, Tanz und Spezialitäten aus vielen Ländern erwarten die Besucher Ende Mai auf dem Rathausplatz in Rheda
Neueste Artikel
- 13. Juni 2026
Familie mit Kleinkind stirbt bei Autounfall
Bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Sattelzug kommt in Oberbayern eine dreiköpfige Familie ums Leben – darunter ein zweijähriges Kleinkind. Für den Fahrer des Lkws geht der Unfall glimpflich aus.
In einem Amsterdamer Wohnblock soll eine Gruppe junge Männer Sprengsätze gebaut haben – offenbar für einen geplanten Überfall in Deutschland. Die Polizei ermittelt.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 13. Juni 2026
Familie mit Kleinkind stirbt bei Autounfall
Bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Sattelzug kommt in Oberbayern eine dreiköpfige Familie ums Leben – darunter ein zweijähriges Kleinkind. Für den Fahrer des Lkws geht der Unfall glimpflich aus.
In einem Amsterdamer Wohnblock soll eine Gruppe junge Männer Sprengsätze gebaut haben – offenbar für einen geplanten Überfall in Deutschland. Die Polizei ermittelt.

