6. Juni 2025 / News aus der Welt

Teddy verzweifelt gesucht: 1.000 Euro für «Mini» ausgesetzt

Diebe haben einem Berlin-Besucher aus Nordrhein-Westfalen seine Wertsachen gestohlen. Doch was den Mann vor allem schmerzt: Die Täter ließen sein Plüschtier mitgehen, ein Geschenk seiner toten Mutter.

Neben den Plakaten auf Deutsch bittet auch ein eigener Webauftritt auf Englisch, Polnisch, Rumänisch und Bulgarisch um Hinweise zu dem gestohlenen Plüschtier.
Veröffentlicht am 6. Juni 2025 um 21:08 Uhr von dpa

«Vermisst!»: In Berlin läuft eine breit angelegte Suchaktion nach einem abgeliebten, kleinen Teddybären. 1.000 Euro Finderlohn sind auf Steckbriefen in der Hauptstadt ausgesetzt, «wenn das Bärchen unversehrt zu uns zurückkehrt».

Aufrufe in Polnisch, Rumänisch und Bulgarisch

Neben den Plakaten auf Deutsch bittet auch ein eigener Webauftritt auf Englisch, Polnisch, Rumänisch und Bulgarisch um Hinweise zu dem gestohlenen Plüschtier. Initiator der Aktion ist der Bielefelder Galerist Marcus Erlenbauer.

Die Suche nach dem Maskottchen namens «Mini» ist aber kein Kunstprojekt, sie ist dem 45 Jahre alten Mann todernst: «Es ist mein Talisman, den ich 30 Jahre habe. Er ist mir von meiner Mutter, die sehr tragisch gestorben ist, noch zuletzt geschenkt worden.» 

«1.000 Euro, wenn das Bärchen unversehrt zu uns zurückkehrt»

Für ihn sei der Verlust sehr schlimm, sagte Erlenbauer der Deutschen Presse-Agentur. «Das ist für mich etwas ganz, ganz Besonderes und etwas, was für mich unwiederbringlich ist. Deswegen suchen wir händeringend an allen Stellen in Berlin, an den unmöglichsten Orten, wo uns Leute Hinweise gegeben haben, die bis jetzt aber noch nicht zum Ergebnis führten.»

Der Galerist und sein Lebensgefährte hatten sich am 3. Juni in einem Lokal an der Straße Unter den Linden mit einer Schauspielerin getroffen und dabei die Wertsachen kurz aus den Augen verloren. Offensichtlich hätten Diebe dann skrupellos Beute gemacht. Eigentlich kein Drama: «Karten, Scheckkarten und Ausweisdokumente, all das kann man ersetzen.» 

«Aus dem Gleichgewicht geworfen»

Der gut zwölf Zentimeter große Bären im gelben Strampler sei hingegen nicht ersetzbar: «Der begleitet mich auf all meinen Reisen, bei meinen Projekten und überall, und der ist immer mit dabei. In dem Moment, wo Sie etwas so Emotionales verlieren, da haben sie plötzlich ein Problem, und da ist auch ihr Leben irgendwo komplett aus dem Gleichgewicht geworfen.»

Daher jetzt die Suchaktion: «Wir haben dann entschieden, einen sehr hohen Finderlohn von 1. 000 Euro auszusetzen, haben das in verschiedenen Sprachen auch übersetzt.» Zudem habe er Flugblätter und Post-Its in der Stadt verteilt und über soziale Medien auf den Verlust aufmerksam gemacht.


Bildnachweis: © Christof Bock/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App? 

Meistgelesene Artikel

Jennys Pawfect Moments: Dein Shooting mit Gefühl
Partner News

Tierisch persönlich: Fotos und Videos, die dich und dein Tier zeigen, wie ihr wirklich seid.

weiterlesen...
Rheda-Wiedenbrück: Drei Experten, ein Abend – diesen Workshop hat die Stadt so noch nicht gesehen
Lokalnachrichten Rheda-Wiedenbrück

Am 7. Mai im Stamm Athletic Point: Ein Abend, der Finanzen, Gesundheit und rechtliche Vorsorge zum ersten Mal zusammen denkt.

weiterlesen...
Save the Date: Goldener Kamm in Gütersloh
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Familie des Ebola-Patienten nun auch in Berlin
News aus der Welt

Ein US-Bürger, der sich im Kongo mit dem Ebola-Virus angesteckt hat, wird in einer Isolierstation in Berlin behandelt. Seine engsten Angehörigen sind jetzt ebenfalls dort.

weiterlesen...
Hauseinsturz in Görlitz: «Wir geben unser Menschenmögliches»
News aus der Welt

Einsatz zwischen Staub und Trümmern: In Görlitz kämpfen Retter mit bloßen Händen und mit schwerem Gerät gegen die Zeit. Gibt es noch eine Chance für die drei Vermissten?

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Familie des Ebola-Patienten nun auch in Berlin
News aus der Welt

Ein US-Bürger, der sich im Kongo mit dem Ebola-Virus angesteckt hat, wird in einer Isolierstation in Berlin behandelt. Seine engsten Angehörigen sind jetzt ebenfalls dort.

weiterlesen...
Hauseinsturz in Görlitz: «Wir geben unser Menschenmögliches»
News aus der Welt

Einsatz zwischen Staub und Trümmern: In Görlitz kämpfen Retter mit bloßen Händen und mit schwerem Gerät gegen die Zeit. Gibt es noch eine Chance für die drei Vermissten?

weiterlesen...