Ein Auto rast bei einer Karnevalsveranstaltung in Belgien in eine Menschenmenge. Sechs Menschen sterben, von den 37 Verletzten schweben zehn zeitweise Lebensgefahr. Wie konnte es dazu kommen? Diese Frage beschäftigt am Tag nach der Katastrophe in der Gemeinde Strépy-Bracquegnies die Bevölkerung und die Ermittler. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Sonntagabend sollte an diesem Montag feststehen, ob die zwei im Auto festgenommenen Menschen unter Alkohol- und Drogeneinfluss standen. Sie kamen nach ersten Ermittlungen vom Tanzen und hatten kurz vor dem Unglück eine dritte Person abgesetzt. Bereits am Sonntagvormittag hatte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bei einer Pressekonferenz gesagt, dass es keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe. Seinen Angaben zufolge kommen beide Personen aus der Region. Sie waren den Behörden bislang nicht bekannt und sind 1988 beziehungsweise 1990 geboren worden. Die wallonische Gemeinde Strépy-Bracquegnies gehört zur Stadt La Louvière und liegt etwa 40 Kilometer südwestlich von Brüssel. Zuletzt hatte sie knapp 9000 Einwohner. Nach Angaben des Bürgermeisters Jacques Gobert waren am Sonntagmorgen etwa 150 bis 200 Menschen beim «Ramassage des Gilles» dabei gewesen. Dabei wird von Haus zu Haus gezogen, um sich für den Karneval zu sammeln. Der belgische Premierminister Alexander De Croo äußerte Anteilnahme und sprach von «schrecklichen Neuigkeiten» aus Strépy-Bracquegnies. Er besuchte am Sonntagnachmittag gemeinsam mit König Philippe und Prinzessin Elisabeth den Unglücksort. «Das hätte nach einer schweren Zeit ein Tag zum Feiern werden sollen», sagte De Croo mit Blick auf die Corona-Pandemie. «Er ist zu einem Tag der Trauer geworden.»Keine Hinweise auf Terrortat
Bildnachweis: © Olivier Matthys/ap/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
«Tag der Trauer» - Ermittlungen nach Todesfahrt in Belgien
Schreckliches Ende einer Karnevalsveranstaltung: In Belgien sterben mindestens sechs Menschen, als ein Autofahrer in eine Menschengruppe fährt. Hinweise auf eine terroristische Tat gibt es zunächst nicht.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App?
Meistgelesene Artikel
- 25. September 2026
Herbstkirmes 2026 in Wiedenbrück: Fahrgeschäfte, Feuerwerk und Krammarkt
Vom 2. bis 5. Oktober lockt die Herbstkirmes nach Wiedenbrück: Fahrgeschäfte, Feuerwerk, verkaufsoffener Sonntag und Krammarkt.
- 20. September 2026
Klingelbrink wird zur Partymeile: Soleil Society bringt Wiedenbrück zum Pulsieren
Summer Closing am Klingelbrink: volle Straße, mehr als 250.000 Videoaufrufe und eine Debatte über Innenstadtleben. Unser Rückblick mit Bildergalerie.
- 3. Oktober 2026
Ähnelte KZ-Kleidung: Zara zieht Kostüm zurück
Zara nimmt ein Halloween-Kostüm aus dem Sortiment. Die Modekette reagiert auf Kritik, das Design erinnere an KZ-Häftlingskleidung aus der NS-Zeit.
Neueste Artikel
- 8. Oktober 2026
Vier Astronauten von der ISS zur Erde zurückgekehrt
Vor wenigen Tagen war ihre Ablösung in Rekordzeit zur ISS geflogen, jetzt ist die «Crew 12» zurückgekehrt. Zwei US-Amerikaner, ein Russe und eine Französin sind sicher wieder auf der Erde.
- 8. Oktober 2026
Moderator Peter Urban hört beim NDR auf - mit 78 Jahren
Seinen Abschied verkündet der legendäre Moderator in seiner Radio-Show auf NDR 2. Bekannt geworden ist er vor allem als langjähriger Kommentator des Eurovision Song Contest.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 8. Oktober 2026
Vier Astronauten von der ISS zur Erde zurückgekehrt
Vor wenigen Tagen war ihre Ablösung in Rekordzeit zur ISS geflogen, jetzt ist die «Crew 12» zurückgekehrt. Zwei US-Amerikaner, ein Russe und eine Französin sind sicher wieder auf der Erde.
- 8. Oktober 2026
Moderator Peter Urban hört beim NDR auf - mit 78 Jahren
Seinen Abschied verkündet der legendäre Moderator in seiner Radio-Show auf NDR 2. Bekannt geworden ist er vor allem als langjähriger Kommentator des Eurovision Song Contest.

