21. März 2022 / News aus der Welt

«Tag der Trauer» - Ermittlungen nach Todesfahrt in Belgien

Schreckliches Ende einer Karnevalsveranstaltung: In Belgien sterben mindestens sechs Menschen, als ein Autofahrer in eine Menschengruppe fährt. Hinweise auf eine terroristische Tat gibt es zunächst nicht.

König Philippe von Belgien, seine Tochter, Prinzessin Elisabeth, und Ministerpräsident Alexander De Croo (r) treffen sich in Strépy-Bracquenies mit Angehörigen und Rettungskräften.
Veröffentlicht am 21. März 2022 um 07:22 Uhr von dpa

Ein Auto rast bei einer Karnevalsveranstaltung in Belgien in eine Menschenmenge. Sechs Menschen sterben, von den 37 Verletzten schweben zehn zeitweise Lebensgefahr.

Wie konnte es dazu kommen? Diese Frage beschäftigt am Tag nach der Katastrophe in der Gemeinde Strépy-Bracquegnies die Bevölkerung und die Ermittler.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Sonntagabend sollte an diesem Montag feststehen, ob die zwei im Auto festgenommenen Menschen unter Alkohol- und Drogeneinfluss standen. Sie kamen nach ersten Ermittlungen vom Tanzen und hatten kurz vor dem Unglück eine dritte Person abgesetzt.

Keine Hinweise auf Terrortat

Bereits am Sonntagvormittag hatte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bei einer Pressekonferenz gesagt, dass es keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe. Seinen Angaben zufolge kommen beide Personen aus der Region. Sie waren den Behörden bislang nicht bekannt und sind 1988 beziehungsweise 1990 geboren worden.

Die wallonische Gemeinde Strépy-Bracquegnies gehört zur Stadt La Louvière und liegt etwa 40 Kilometer südwestlich von Brüssel. Zuletzt hatte sie knapp 9000 Einwohner. Nach Angaben des Bürgermeisters Jacques Gobert waren am Sonntagmorgen etwa 150 bis 200 Menschen beim «Ramassage des Gilles» dabei gewesen. Dabei wird von Haus zu Haus gezogen, um sich für den Karneval zu sammeln.

Der belgische Premierminister Alexander De Croo äußerte Anteilnahme und sprach von «schrecklichen Neuigkeiten» aus Strépy-Bracquegnies. Er besuchte am Sonntagnachmittag gemeinsam mit König Philippe und Prinzessin Elisabeth den Unglücksort. «Das hätte nach einer schweren Zeit ein Tag zum Feiern werden sollen», sagte De Croo mit Blick auf die Corona-Pandemie. «Er ist zu einem Tag der Trauer geworden.»


Bildnachweis: © Olivier Matthys/ap/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App? 

Meistgelesene Artikel

Herbstkirmes 2026 in Wiedenbrück: Fahrgeschäfte, Feuerwerk und Krammarkt
Lokalnachrichten Rheda-Wiedenbrück

Vom 2. bis 5. Oktober lockt die Herbstkirmes nach Wiedenbrück: Fahrgeschäfte, Feuerwerk, verkaufsoffener Sonntag und Krammarkt.

weiterlesen...
Klingelbrink wird zur Partymeile: Soleil Society bringt Wiedenbrück zum Pulsieren
Lokalnachrichten Rheda-Wiedenbrück

Summer Closing am Klingelbrink: volle Straße, mehr als 250.000 Videoaufrufe und eine Debatte über Innenstadtleben. Unser Rückblick mit Bildergalerie.

weiterlesen...
Ähnelte KZ-Kleidung: Zara zieht Kostüm zurück
News aus der Welt

Zara nimmt ein Halloween-Kostüm aus dem Sortiment. Die Modekette reagiert auf Kritik, das Design erinnere an KZ-Häftlingskleidung aus der NS-Zeit.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Vier Astronauten von der ISS zur Erde zurückgekehrt
News aus der Welt

Vor wenigen Tagen war ihre Ablösung in Rekordzeit zur ISS geflogen, jetzt ist die «Crew 12» zurückgekehrt. Zwei US-Amerikaner, ein Russe und eine Französin sind sicher wieder auf der Erde.

weiterlesen...
Moderator Peter Urban hört beim NDR auf - mit 78 Jahren
News aus der Welt

Seinen Abschied verkündet der legendäre Moderator in seiner Radio-Show auf NDR 2. Bekannt geworden ist er vor allem als langjähriger Kommentator des Eurovision Song Contest.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Vier Astronauten von der ISS zur Erde zurückgekehrt
News aus der Welt

Vor wenigen Tagen war ihre Ablösung in Rekordzeit zur ISS geflogen, jetzt ist die «Crew 12» zurückgekehrt. Zwei US-Amerikaner, ein Russe und eine Französin sind sicher wieder auf der Erde.

weiterlesen...
Moderator Peter Urban hört beim NDR auf - mit 78 Jahren
News aus der Welt

Seinen Abschied verkündet der legendäre Moderator in seiner Radio-Show auf NDR 2. Bekannt geworden ist er vor allem als langjähriger Kommentator des Eurovision Song Contest.

weiterlesen...