31. August 2026 / News aus der Welt

Sumatra: Vulkan Sinabung spuckt 3.500 Meter hohe Aschewolke

Mehr als eine Stunde lang spuckt der Sinabung Asche kilometerhoch in den Himmel über Sumatra. Erst seit 15 Jahren ist der Vulkan wieder aktiv - davor hatte er lange geschlafen.

Die Aschesäule über dem Vulkan war dreieinhalb Kilometer hoch.
Veröffentlicht am 31. August 2026 um 08:48 Uhr von dpa

Der Vulkan Sinabung auf der indonesischen Insel Sumatra ist ausgebrochen und hat eine rund 3.500 Meter hohe Aschewolke in den Himmel gespuckt. Der Ausbruch dauerte mindestens eine Stunde, wie die indonesische Vulkanologiebehörde PVMBG mitteilte. Berichte über Verletzte oder Tote lagen zunächst nicht vor. 

Für den 2.460 Meter hohen Feuerberg gilt derzeit die zweite von vier Warnstufen. Die Behörden riefen Dorfbewohner, Besucher und Touristen auf, das Gebiet rund um den Vulkan zu meiden. Für den Gipfel gilt eine drei Kilometer weite Sperrzone, an der Südostflanke sind es bis zu viereinhalb Kilometer.

Hunderte Jahre Schlaf

Der Sinabung gehört zu den aktivsten Vulkanen Indonesiens. Er liegt in der Karo-Hochebene, etwa 50 Kilometer südwestlich der Großstadt Medan. Nach Jahrhunderten weitgehender Ruhe war er 2010 wieder aktiv geworden. Bei einem schweren Ausbruch im Jahr 2014 kamen mindestens 16 Menschen ums Leben. Auch in den folgenden Jahren mussten Anwohner wegen Ausbrüchen und Aschewolken wiederholt ihre Häuser verlassen.

Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, einer Zone besonders intensiver vulkanischer und seismischer Aktivität. In dem Inselstaat gibt es etwa 130 aktive Vulkane - mehr als in jedem anderen Land der Welt.


Bildnachweis: © Geological Ageny Indonesia/dpa
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