1. Juni 2021 / News aus der Welt

Südkorea zeigt Testversion einer eigenen Weltraumrakete

Im Rahmen eines ehrgeizigen Raumfahrtprogramms entwickelt Südkorea eigene Trägerraketen. Ein erstes Testmodell ist fertig.

Das zusammengebaute Modell von Südkoreas selbst entwickelter Rakete Nuri wird zur Startplattform des Naro-Raumfahrtzentrums in Goheung transportiert.
Veröffentlicht am 1. Juni 2021 um 16:48 Uhr von dpa

Südkorea hat Medienberichten zufolge zum ersten Mal das vollständige Modell einer Weltraumrakete aus eigener Entwicklung vorgestellt.

Wie die nationale Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, wurde eine Testversion der Nuri genannten Trägerrakete an die Startplattform des Naro-Raumfahrtzentrums in Goheung im Süden des Landes verlegt und dort aufgerichtet. An dem Modell soll demnach unter anderem die Betankung an der Rampe getestet werden. Im Oktober dieses Jahres soll eine dreistufige Nuri-Rakete von Goheung aus einen Satelliten ins All schicken.

Entwickelt wird die Rakete vom Koreanischen Raumfahrt-Forschungsinstitut (Kari). Nach dessen Angaben kann die Rakete einen 1,5 Tonnen schweren Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn in Höhe von 600 bis 800 Kilometern über der Erdoberfläche bringen.

Im Rahmen seines ehrgeizigen Raumfahrtprogramms entwickelt Südkorea eigene Trägerraketen, um möglichst im Geschäft um die Beförderung von Satelliten mitmischen zu können. Die Entwicklungskosten dafür betragen laut Yonhap zwei Billionen Won (etwa 1,5 Milliarden Euro). Anfang 2013 hatte Südkorea erstmals vom eigenen Land aus einen Forschungssatelliten in eine Umlaufbahn geschossen. Der Start gelang mit einer Trägerrakete KSLV-1, die mit russischer Hilfe gebaut wurde.

Im nächsten Jahr will Südkorea auch eine eigene Mondsonde starten. Zudem gehört das Land zu den Unterzeichnerstaaten des Artemis-Programms der US-Raumfahrtbehörde Nasa für die Zusammenarbeit im Weltraum. Geplant ist, Menschen mit einem vollständig wiederverwendbaren Start- und Landesystem zu Zielen wie dem Mond und dem Mars zu schicken.


Bildnachweis: © YNA/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App? 

Meistgelesene Artikel

Jetzt noch eine Ausbildung im Handwerk beginnen? Es ist nicht zu spät!
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Obwohl der offizielle Start des Ausbildungsjahres am 1. August liegt, ist es keineswegs zu spät, sich auch jetzt oder...

weiterlesen...
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
News aus der Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Großbrand in Sprendlingen gelöscht - Evakuierung aufgehoben
News aus der Welt

Stundenlang ist die Feuerwehr in Rheinhessen mit einem Großaufgebot im Einsatz und kann Schlimmeres verhindern: Bewohner dürfen zurück, die Bahnstrecke ist wieder frei.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Brautpaar stürzt mit Hubschrauber auf griechischer Insel ab
News aus der Welt

Beim Landeanflug auf Sifnos scheint der Hubschrauber zu taumeln, dann schlägt er auf, explodiert und geht in Flammen auf. Anwohner wollen kurz vor dem Unglück ein merkwürdiges Geräusch gehört haben.

weiterlesen...
Umfrage: Viele Eltern bei Fake-News und KI unsicher
News aus der Welt

Die digitale Welt entwickelt sich rasant. So schnell, dass viele Eltern nicht hinterherkommen. Sie sind unsicher im Umgang mit KI-Anwendungen. Und ihnen ist die Medienkompetenz der Kinder wichtig.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Brautpaar stürzt mit Hubschrauber auf griechischer Insel ab
News aus der Welt

Beim Landeanflug auf Sifnos scheint der Hubschrauber zu taumeln, dann schlägt er auf, explodiert und geht in Flammen auf. Anwohner wollen kurz vor dem Unglück ein merkwürdiges Geräusch gehört haben.

weiterlesen...
Umfrage: Viele Eltern bei Fake-News und KI unsicher
News aus der Welt

Die digitale Welt entwickelt sich rasant. So schnell, dass viele Eltern nicht hinterherkommen. Sie sind unsicher im Umgang mit KI-Anwendungen. Und ihnen ist die Medienkompetenz der Kinder wichtig.

weiterlesen...