Im kenianischen Naturreservat Masai Mara ist die alljährliche Gnu-Wanderung in vollem Gang. Für viele Besucher des ostafrikanischen Landes ist das Naturschauspiel der Höhepunkt ihrer Reise: Mehr als 1,5 Millionen Gnus sowie hunderttausende Zebras und Antilopen überqueren in diesen Wochen den Mara-Fluss, der die tansanische Serengeti von der Masai Mara trennt. Die Tiere folgen den saisonalen Regenfällen in dem Ökosystem, um neue Weideflächen zu finden. Während der Tourismus in beiden Ländern ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist, nahmen zuletzt die Kritik am Verhalten mancher Besucher und die Sorge vor Übertourismus zum Schaden des Ökosystems zu. Vor wenigen Wochen sorgte ein Video aus der Serengeti für eine scharfe Reaktion der tansanischen Nationalparkbehörde Tanapa. In dem Video war zu sehen, wie Touristenfahrzeuge den Weg der Gnus blockierten, damit die Safari-Urlauber bessere Fotos machen konnten. Auch hatten Touristen Fahrzeuge verlassen, um in der Savanne Selfies machen zu können. Aus Sicherheitsgründen ist das Verlassen der Fahrzeuge nicht erlaubt, denn die Gnu-Wanderung zieht auch zahlreiche Raubkatzen an. Die Masai Mara wird zunehmend zum Luxus-Ziel: Nach Preiserhöhungen Anfang des Jahres kostet ein zwölfstündiger Besuch des Naturreservats in der Hauptsaison 200 US-Dollar. Angesichts der Größe des Gebiets ist allerdings ein Besuch mit mindestens einer Übernachtung für viele ein Muss. Zudem gibt es Investitionen in Luxus-Camps.Touristen verstoßen gegen Regeln
Bildnachweis: © Han Xu/XinHua/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Spektakuläre Wanderung der Gnus - Sorge vor Übertourismus
Sie sind wieder unterwegs: Die alljährliche Wanderung von mehr als 1,5 Millionen Gnus von der Serengeti in die Masai Mara ist in vollem Gang. Doch es gibt auch Kritik am Verhalten mancher Touristen.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App?
Meistgelesene Artikel
Obwohl der offizielle Start des Ausbildungsjahres am 1. August liegt, ist es keineswegs zu spät, sich auch jetzt oder...
- 10. August 2026
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?
- 3. August 2026
Großbrand in Sprendlingen gelöscht - Evakuierung aufgehoben
Stundenlang ist die Feuerwehr in Rheinhessen mit einem Großaufgebot im Einsatz und kann Schlimmeres verhindern: Bewohner dürfen zurück, die Bahnstrecke ist wieder frei.
Neueste Artikel
- 14. August 2026
Katamaran prallt gegen Hafenmauer - mehrere Verletzte
Kurz vor seinem Ziel stößt ein Schiff in Konstanz gegen eine Hafenmauer. An Bord gibt es Verletzte. Was das für den Schiffsverkehr auf dem Bodensee bedeutet.
- 14. August 2026
Toter Buckelwal aus dem Wasser gehievt
Eine Obduktion soll Hinweise auf die Todesursache bringen. Sie findet auf einer kleinen Insel vor Stralsund statt.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 14. August 2026
Katamaran prallt gegen Hafenmauer - mehrere Verletzte
Kurz vor seinem Ziel stößt ein Schiff in Konstanz gegen eine Hafenmauer. An Bord gibt es Verletzte. Was das für den Schiffsverkehr auf dem Bodensee bedeutet.
- 14. August 2026
Toter Buckelwal aus dem Wasser gehievt
Eine Obduktion soll Hinweise auf die Todesursache bringen. Sie findet auf einer kleinen Insel vor Stralsund statt.

