Mehr als 1.000 Schweine sind bei einem Brand auf einem Bauernhof in der Nähe von Augsburg gestorben. Der Stall sowie eine weitere Halle standen am Abend in Ried (Landkreis Aichach-Friedberg) komplett in Flammen, wie der Kreisbrandrat der Feuerwehr, Christian Happach, sagte. Die Löscharbeiten zogen sich durch die ganze Nacht. Auch am Morgen waren die Einsatzkräfte nach Angaben des Polizeipräsidiums Schwaben Nord noch am Löschen. Gefahr für die Anwohner bestehe aber nicht mehr, sagte ein Sprecher. Wegen der starken Rauchentwicklung hatte die Feuerwehr die Bevölkerung zunächst gewarnt und dazu aufgerufen, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Die Polizei bat zudem Autofahrer, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Die an den Hof angrenzende Staatsstraße bleibt jedoch vorerst gesperrt. Warum das Feuer ausbrach, blieb zunächst unklar. Es gebe aber bislang keine Hinweise auf eine Brandstiftung, sagte ein Polizeisprecher in der Nacht. Auch die Höhe des Schadens konnten die Ermittler zunächst nicht beziffern. Neben dem Schweinestall wurde auch eine Lagerhalle mit Getreide zerstört. Feuerwehrleuten gelang es, ein weiteres Ausbreiten der Flammen zu verhindern. Unter anderem sollen ein Heizöltank sowie eine Getreidetrocknungsanlage nahe der beiden Gebäude gestanden haben. Die Ruine des Stalls konnte zunächst nicht betreten werden, wie der Kreisbrandrat weiter sagte. Es sei jedoch davon auszugehen, dass kein Tier den Brand überlebt habe. Zur Anzahl der Schweine existierten zunächst unterschiedliche Angaben: Die Polizei sprach unter Berufung auf den Landwirt von 1.600 Tieren, die Feuerwehr nannte 1.200 bis 1.300 Tiere. Zahlreiche Landwirte unterstützen die Feuerwehr bei den Löscharbeiten. Mit ihren Traktoren zogen sie in der Nacht große Wassertanks zur Einsatzstelle. Teile der Wände rissen die Einsatzkräfte mit einem Bagger ein, um auch an die dahinter liegenden Glutnester zu gelangen. Insgesamt waren rund 350 Einsatzkräfte zu dem Bauernhof ausgerückt.Ursache und Schadenshöhe noch offen
Landwirte helfen Feuerwehr beim Löschen
Bildnachweis: © Jason Tschepljakow/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Schweinestall in Flammen – über 1.000 Tiere tot
Landwirte liefern mit Traktoren Wasser, Einsatzkräfte reißen Wände ein – doch für zahlreiche Schweine kommt jede Hilfe zu spät. Die Feuerwehr kämpft über Stunden gegen die Flammen an.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App?
Meistgelesene Artikel
- 27. August 2026
Goldener Kamm in Gütersloh
Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...
- 10. August 2026
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?
- 21. August 2026
Auto rast durch Fußgängerzone - Minister spricht von Unfall
Umgestürzte Stühle, Kinderspielzeug auf der Straße: Eine Spur der Verwüstung hat ein Autofahrer im nordhessischen Hofgeismar hinterlassen. Es gibt mehrere Verletzte. Was bislang bekannt ist.
Neueste Artikel
- 8. September 2026
Störung verursacht Chaos an Flughäfen in Großbritannien
Viele Maschinen müssen wegen einer Störung in Großbritannien vorerst am Boden bleiben. Die Auswirkungen sind auch in Deutschland zu spüren.
- 8. September 2026
Amazon-Frachtjet-Unfall: Alle Todesopfer saßen in Fahrzeug
Ein Flugzeug des Onlinehändlers Amazon schießt in Miami über die Landebahn hinaus. Die Ermittler suchen nach der Unglücksursache, jetzt gibt Details zu den Todesopfern.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 8. September 2026
Störung verursacht Chaos an Flughäfen in Großbritannien
Viele Maschinen müssen wegen einer Störung in Großbritannien vorerst am Boden bleiben. Die Auswirkungen sind auch in Deutschland zu spüren.
- 8. September 2026
Amazon-Frachtjet-Unfall: Alle Todesopfer saßen in Fahrzeug
Ein Flugzeug des Onlinehändlers Amazon schießt in Miami über die Landebahn hinaus. Die Ermittler suchen nach der Unglücksursache, jetzt gibt Details zu den Todesopfern.

