Wenige Stunden vor einem Besuch von US-Präsident Joe Biden in Pittsburgh ist in der US-Metropole eine schneebedeckte Brücke eingestürzt. Bürgermeister Ed Gainey sagte am Ort des Vorfalls, es gebe keine Todesopfer. «Wir haben Glück gehabt.» Drei Menschen seien verletzt worden, es schwebe aber niemand in Lebensgefahr. Die Brücke, eine wichtige Verkehrsverbindung, sei zuletzt im vergangenen September inspiziert worden. Biden besuchte den Unglücksort nach seinem Eintreffen im Bundesstaat Pennsylvania und sprach mit Einsatzkräften. Im Anschluss wollte er in Pittsburgh unter anderem wie zuvor geplant über die Modernisierung der maroden Infrastruktur in den USA sprechen. Der Vizegouverneur von Pennsylvania, John Fetterman, sagte im Sender CNN, der Einsturz unterstreiche auf «schreckliche Art und Weise», wie drängend die Infrastruktur-Mängel in den USA seien. Das Weiße Haus teilte mit, Biden sei über den Vorfall informiert worden, der aber nichts an den Besuchsplänen ändere. Man sei mit Behörden vor Ort in Kontakt, «um zu erfahren, ob wir zusätzliche Hilfe leisten können». Fetterman sagte an der eingestürzten Brücke: «Glücklicherweise beginnen die Schulen wegen des Wetters mit zwei Stunden Verspätung, es war also weniger Verkehr als an einem normalen Tag.» Bei der Brücke habe es sich um eine wichtige Verkehrsader in die Stadt gehandelt. Er selber sei etliche Male über die Brücke gefahren. «Es ist surreal.» Auf Bildern waren ein Linienbus und einige Fahrzeuge auf den Überresten der Brücke zu sehen. Feuerwehrchef Darryl Jones sagte, zum Zeitpunkt des Einsturzes seien drei bis vier Fahrzeuge auf der Brücke gewesen. Der Zusammenbruch habe außerdem zu einem «massiven Gasleck» geführt. Das Gas sei vorübergehend abgestellt worden. Die Ursache für den Einsturz der Brücke werde untersucht. Die US-Behörde für Verkehrssicherheit (NTSB) erklärte, ein erstes Untersuchungsteam sei unterwegs zum Unglücksort. Biden hatte im vergangenen Jahr ein Gesetzespaket unterzeichnet, mit dem die Infrastruktur des Landes modernisiert werden soll. Vorgesehen sind über die nächsten Jahre rund 550 Milliarden US-Dollar (476 Mrd Euro) neuer Investitionen in die Infrastruktur. Insgesamt - inklusive schon vorher veranschlagter Mittel - hat das Paket einen Umfang von mehr als einer Billion US-Dollar. Die Infrastruktur-Offensive gehört zu den innenpolitischen Kernvorhaben in Bidens Amtszeit.«Es ist surreal»
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Schneebedeckte Brücke in Pittsburgh bricht zusammen
US-Präsident Biden betont immer wieder, wie dringend die Infrastruktur in den USA modernisiert werden muss. Wie marode manche Bauwerke sind, zeigt sich in Pittsburgh.
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