Bei einer Kinderpornografie-Razzia in Essen und Mülheim an der Ruhr haben Polizisten 34 Wohnungen durchsucht. Es gehe um den Verdacht der Verbreitung und des Besitzes von Kinderpornografie sowie um den Verdacht des sexuellen Missbrauchs, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Es geht demnach um einzelne Sachverhalte, nicht etwa um einen zusammenhängenden «Ring». Wie viele Beschuldigte es gibt, teilte eine Polizeisprecherin auf Nachfrage zunächst nicht mit. Unklar blieb auch, ob die Personen auch selbst am Missbrauch von Minderjährigen beteiligt sein sollen. Bei einigen Beschuldigten habe man erkennungsdienstliche Behandlungen gemacht - sie wurden also zum Beispiel fotografiert. Die Ermittler wollen mit den Bildern abgleichen, ob die Personen auch selbst in den Videos auftauchen und durch Merkmale wie Narben oder Tattoos identifiziert werden können. In Untersuchungshaft sei keiner der Beschuldigten, sagte die Sprecherin. Bei den Durchsuchungen am Dienstag und Mittwoch wurden 19 Handys, 10 Computer, 19 USB-Sticks und 4 externe Festplatten sichergestellt, diese sollen in den kommenden Wochen ausgewertet werden. Unter den Beschuldigten könnten der Polizeisprecherin zufolge auch etwa Jugendliche sein, die sich in Chatgruppen geteilte Videos anschauten, aber keine entsprechende Neigung haben. Bei diesen müsse man nicht davon ausgehen, dass sie möglicherweise auch selbst an sexuellem Missbrauch beteiligt sein könnten. Wie die Polizei mitteilte, hatte man erst vergangene Woche Hinweise auf einen 58 Jahre alten mutmaßlichen Missbrauchstäter bekommen, der noch am selben Tag festgenommen worden sei und nun in Untersuchungshaft sitzt. Gegen ihn wird wegen schweren sexuellen Missbrauchs - unter anderem seiner Tochter - ermittelt. Außerdem soll er kinderpornografisches Material von einem anderen Mädchen aufgenommen und verschickt haben. Die Polizeisprecherin sagte am Donnerstag, man sei nicht etwa durch diesen 58-Jährigen auf die Beschuldigten aufmerksam geworden, deren Wohnungen nun durchsucht wurden. Die Durchsuchungen wurden von der im vergangenen November gegründeten besonderen Aufbauorganisation (BAO) «Herkules» durchgeführt. Die bei der Polizei Essen angesiedelte Spezialeinheit ist auf die Themen Kinderpornografie und sexuelle Gewalt gegen Kinder spezialisiert.Computer, Handys und Datenträger beschlagnahmt
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Schlag gegen Kinderpornografie - 34 Wohnungen durchsucht
Bei 34 Wohnungen im Ruhrgebiet haben in den vergangenen Tagen Polizisten geklingelt: Verdacht auf Besitz von Kinderpornografie. Die Polizei wertet nun beschlagnahmte Handys, Computer und Datenträger aus.
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