Die Corona-Inzidenzen in Deutschland sind laut Robert Koch-Institut (RKI) vergangene Woche in fast allen Bundesländern und Altersgruppen zurückgegangen. «Lediglich bei den Schulkindern war in den letzten beiden Wochen ein leichter Anstieg zu beobachten», heißt es im Covid-19-Bericht des RKI, der sich vor allem auf vorige Woche bezieht. Im Wochenvergleich betrage der bundesweite Inzidenzrückgang knapp 14 Prozent. Neben der Inzidenz, die das Infektionsgeschehen nur noch sehr unvollständig abbildet, blickt das RKI auf eine Reihe anderer Indikatoren. Übereinstimmend zeigten Daten, «dass auch bei schwer verlaufenden Erkrankungen der Höhepunkt der aktuellen Welle überschritten ist», hieß es. Am stärksten von schweren Krankheitsverläufen betroffen sind laut RKI weiter Menschen über 80: Der Rückgang der schweren Erkrankungen verlaufe bei ihnen aktuell langsamer als dies bei den Gesamtzahlen beobachtet werde. Der weitere Verlauf der Pandemie und der Schutz von gefährdeten Gruppen hänge neben dem Auftreten neuer Virusvarianten und der Inanspruchnahme von Impfungen «wesentlich vom Verhalten der Bevölkerung und der gegenseitigen Rücksichtnahme ab», lautet die Einschätzung des RKI. Eine beginnende Ausbreitung einer neuen Sars-CoV-2-Variante ist dem Bericht nach momentan nicht erkennbar. Eine Stichprobe lässt darauf schließen, dass in Deutschland mittlerweile fast alle Ansteckungen von der Omikron-Sublinie BA.5 hervorgerufen werden. Ihr Anteil betrug knapp 97 Prozent, das ist noch etwas mehr als in den Vorwochen. Der Rest entfällt größtenteils auf BA.4. Ein Monatsbericht, den das RKI zum Thema Impfen gegen Covid-19 vorlegte, zeigt unterdessen sinkendes Angebot und sinkende Nachfrage. Demnach ist im August mit knapp 700.000 Impfungen in rund 24.000 impfenden Stellen «der bisherige Tiefststand des Covid-19-Impfgeschehens» in diesem Jahr erreicht worden. Derzeit würden vor allem zweite Auffrischimpfungen verabreicht. Im Bericht wird von mehr als neun Millionen Erwachsenen in Deutschland ausgegangen, die sich bislang nicht gegen Covid-19 impfen ließen. In einer ähnlichen Größenordnung bewegt sich demnach die Zahl der Erwachsenen, die ihren Impfschutz mit mindestens einer Impfung auffrischen müssten.Impfen: Sinkendes Angebot und sinkende Nachfrage
Bildnachweis: © Jens Büttner/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
RKI sieht fallende Corona-Inzidenzen - Ausnahme Schulkinder
In vielen Bundesländern sind die Sommerferien vorüber. Das könnte ein Grund sein, weshalb das RKI einen leichten Inzidenzanstieg bei Kindern registriert.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App?
Meistgelesene Artikel
Obwohl der offizielle Start des Ausbildungsjahres am 1. August liegt, ist es keineswegs zu spät, sich auch jetzt oder...
- 10. August 2026
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?
- 12. Juli 2026
Mindestens 27 Tote bei Brandkatastrophe in Bangkok
Gegen Mitternacht bricht in einem Bierlokal in der Nähe eines beliebten Marktes ein verheerendes Feuer aus. Die Feuerwehr hat es bald unter Kontrolle - für viele aber zu spät.
Neueste Artikel
- 12. August 2026
Totale Sonnenfinsternis gestartet - ein Millionenspektakel
Die totale Sonnenfinsternis zieht von Sibirien bis Spanien. In Deutschland verdeckt der Mond die Sonne immerhin noch zum Teil. Doch in der Nacht bietet der Himmel noch ein Schauspiel.
- 12. August 2026
Ebola: WHO warnt vor Rekord-Epidemie im Kongo
Die WHO schlägt Alarm: Im Kongo breitet sich Ebola so schnell aus wie nie zuvor. Warum der Kampf gegen die Krankheit so schwierig ist.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 12. August 2026
Totale Sonnenfinsternis gestartet - ein Millionenspektakel
Die totale Sonnenfinsternis zieht von Sibirien bis Spanien. In Deutschland verdeckt der Mond die Sonne immerhin noch zum Teil. Doch in der Nacht bietet der Himmel noch ein Schauspiel.
- 12. August 2026
Ebola: WHO warnt vor Rekord-Epidemie im Kongo
Die WHO schlägt Alarm: Im Kongo breitet sich Ebola so schnell aus wie nie zuvor. Warum der Kampf gegen die Krankheit so schwierig ist.

