18. November 2023 / News aus der Welt

Rettungsaktion nach Tunneleinsturz unterbrochen

Seit Tagen sitzen Dutzende Arbeiter in einem eingestürzten Tunnel im Norden Indiens fest. Kein Rettungsversuch führte bislang zum Erfolg. Angehörige berichten, die Stimmen der Eingeschlossenen würden immer schwächer.

Seit einigen Tagen versuchen Rettungskräfte, breite Rohre durch die Trümmer zu bohren, um die Arbeiter zu befreien.
Veröffentlicht am 18. November 2023 um 18:19 Uhr von dpa

Die Bohrarbeiten zur Rettung von etwa 40 Arbeitern in einem eingestürzten Autobahntunnel im Norden Indiens sind vorübergehend unterbrochen worden.

Ein eigens aus der Hauptstadt Neu Delhi eingeflogenes Bohrgerät habe am Freitagnachmittag seine Arbeit eingestellt, nachdem ein lautes Knacken im Tunnel zu hören gewesen sei, berichtete die Nachrichtenagentur PTI am Samstag unter Verweis auf Behörden. Das Geräusch habe Panik bei den Rettungskräften ausgelöst.

Arbeiter sitzen hinter 60 Meter Schutt fest

Bis zu dem Zeitpunkt, als die Arbeiten eingestellt wurden, habe sich die Maschine bereits etwa 24 Meter durch den Schutt gebohrt, hieß es weiter. Die Arbeiter sitzen seit einer Woche aber hinter etwa 60 Metern Schutt fest. Über bereits bestehende Rohre würden sie mit Sauerstoff, Medikamenten, Essen und Wasser versorgt, hieß es. Außerdem stehe man in Kontakt mit den Eingeschlossenen.

Experten suchten nach weiteren Wegen zur Rettung der Arbeiter. Eine zweite Hochleistungsbohrmaschine aus der Stadt Indore sei bereits auf dem Weg zur Unglücksstelle, aber zunächst noch nicht im Einsatz, berichteten indische Medien am Samstag. Auch werde geprüft, ob eine vertikale Bohrung vom Gipfel des Berges aus möglich sei, berichtete die Zeitung «India Today».

Verzweiflung unter Angehörigen wird größer

Während Angehörige zu Beginn noch auf eine schnelle Rettung hofften, werde ihre Verzweiflung nun immer größer, schrieb PTI. Die Stimmen der Eingeschlossenen würden von Stunde zu Stunde schwächer. Behörden kündigten am Samstag indes an, sich um Unterkunft, Verpflegung und die medizinische Betreuung von wartenden Familienmitgliedern zu kümmern, wie die Nachrichtenagentur ANI berichtete.

Der im Bau befindliche Autobahntunnel war am Sonntagmorgen nach einem Erdrutsch teilweise eingestürzt. Der etwa 4,5 Kilometer lange Autobahntunnel wird nahe der Kleinstadt Uttarkashi im Himalaya-Bundesstaat Uttarakhand gebaut - eine Region mit vielen hinduistischen Tempeln, die Pilger anzieht.


Bildnachweis: © Uncredited/AP/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App? 

Meistgelesene Artikel

Goldener Kamm in Gütersloh
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...

weiterlesen...
Auto rast durch Fußgängerzone - Minister spricht von Unfall
News aus der Welt

Umgestürzte Stühle, Kinderspielzeug auf der Straße: Eine Spur der Verwüstung hat ein Autofahrer im nordhessischen Hofgeismar hinterlassen. Es gibt mehrere Verletzte. Was bislang bekannt ist.

weiterlesen...
Katze entwischt - Familie verbringt Urlaub an Raststätte
News aus der Welt

Eigentlich wollen sie in die Berge fahren, doch als bei einer Pause ihre geliebte Katze davonläuft, schmeißt eine Familie ihre Pläne über den Haufen. Nun heißt es Autobahn statt Gipfelkreuz.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Andreas Drenkelforth für jahrzehntelanges Engagement im Friseurhandwerk ausgezeichnet
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Seit mehr als drei Jahrzehnten engagiert sich Andreas Drenkelforth für die Friseur-Innung Gütersloh, den beruflichen...

weiterlesen...
Zug in Frankreich entgleist - über 40 Verletzte
News aus der Welt

Ein Teil eines Zugs mit rund 180 Passagieren ist in Nordfrankreich nach einer Kollision entgleist. Mehr als 40 Menschen wurden nach vorläufigen Angaben verletzt, darunter eine Frau schwer.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Zug in Frankreich entgleist - über 40 Verletzte
News aus der Welt

Ein Teil eines Zugs mit rund 180 Passagieren ist in Nordfrankreich nach einer Kollision entgleist. Mehr als 40 Menschen wurden nach vorläufigen Angaben verletzt, darunter eine Frau schwer.

weiterlesen...
Zwölf Tote bei Autounfall in Russland
News aus der Welt

Auf einer Fernstraße im Nordwesten Russlands stoßen drei Fahrzeuge zusammen. Für viele Menschen endet der Unfall tödlich.

weiterlesen...