13. Mai 2024 / News aus der Welt

Proteste gegen Rede von Jerry Seinfeld an US-Uni

Der New Yorker Jerry Seinfeld hat sich seit Beginn des Gaza-Kriegs wiederholt an die Seite Israels gestellt. Bei einem Auftritt an einer US-Universität bekommt er dafür Gegenwind.

Der Comedian und Festredner Jerry Seinfeld bei der Abschlussfeier der Duke Universität.
Veröffentlicht am 13. Mai 2024 um 11:32 Uhr von dpa

Bei einer Abschlussfeier an der Duke Universität im US-Bundesstaat North Carolina haben Studenten aus Protest gegen den jüdischen Comedian Jerry Seinfeld die Veranstaltung verlassen. Kurz vor einer Rede des 70-Jährigen im Football-Stadion der Universität in Durham seien Dutzende Zuschauer aufgestanden, berichteten US-Medien. Während sie das Stadion verließen, hätten sie palästinensische Flaggen getragen und «Free, free Palestine» skandiert. 

Auch Buhrufe waren nach Angaben des Senders NBC zu hören, wobei nicht eindeutig war, ob sich diese auf die Proteste oder auf den Comedian bezogen. Seinfeld, dem bei der Veranstaltung am Sonntag eine Ehrendoktorwürde verliehen wurde, ging laut «New York Times» in seiner anschließenden Rede nicht auf die Unterbrechung durch die Demonstrierenden oder den Gaza-Krieg ein.

Der 70-jährige New Yorker hatte nach dem Massaker der islamistischen Hamas und anderer Gruppen am 7. Oktober öffentlich seine Unterstützung für Israel bekundet. Im Dezember reiste er nach Angaben von US-Medien nach Israel, um Angehörige der von der Hamas in den Gazastreifen verschleppten Geiseln zu treffen. Auf die Frage nach den Gründen für seine Reise sagte er der Zeitschrift «GQ»: «Nun, ich bin Jude».

In den USA gibt es seit Wochen Proteste an zahlreichen Universitäten gegen das Vorgehen Israels im Gaza-Krieg. Dabei geht es meist um die Forderung an Hochschulen und Unternehmen, finanzielle Beziehungen zu Israel zu kappen. Kritiker werfen insbesondere dem radikalen Teil der Bewegung Antisemitismus und die Verharmlosung der Hamas vor. Auch in Australien, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und anderen Ländern haben propalästinensische Gruppen Protestcamps an Universitäten errichtet. 


Bildnachweis: © Bill Snead/Duke University/AP
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App? 

Meistgelesene Artikel

Jetzt noch eine Ausbildung im Handwerk beginnen? Es ist nicht zu spät!
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Obwohl der offizielle Start des Ausbildungsjahres am 1. August liegt, ist es keineswegs zu spät, sich auch jetzt oder...

weiterlesen...
Geiselnahme in Berlin: Was wir wissen und was nicht
News aus der Welt

Ein Mann hält eine Frau in einem Supermarkt in Berlin fest. Es folgt ein stundenlanger Nervenkrieg - bis die Polizei den Mann überwältigt. Was bislang bekannt ist und welche Fragen noch offen sind.

weiterlesen...
Mindestens 27 Tote bei Brandkatastrophe in Bangkok
News aus der Welt

Gegen Mitternacht bricht in einem Bierlokal in der Nähe eines beliebten Marktes ein verheerendes Feuer aus. Die Feuerwehr hat es bald unter Kontrolle - für viele aber zu spät.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Polizei sucht nach tödlichen Schüssen in Berlin nach Zeugen
News aus der Welt

Streit, Schüsse, ein Toter: Am Berliner Bahnhof Zoo ist ein 30-Jähriger in der Nacht erschossen worden. Die Mordkommission fahndet nach einer Tatperson. Noch sind viele Fragen offen.

weiterlesen...
Risiko E-Scooter? – Jugendtrend mit Folgen
News aus der Welt

Viele Jugendliche düsen gerne auf dem E-Scooter durch die Stadt. Zurzeit ist kein Gefährt angesagter. Doch die Unfallgefahr ist hoch.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Polizei sucht nach tödlichen Schüssen in Berlin nach Zeugen
News aus der Welt

Streit, Schüsse, ein Toter: Am Berliner Bahnhof Zoo ist ein 30-Jähriger in der Nacht erschossen worden. Die Mordkommission fahndet nach einer Tatperson. Noch sind viele Fragen offen.

weiterlesen...
Risiko E-Scooter? – Jugendtrend mit Folgen
News aus der Welt

Viele Jugendliche düsen gerne auf dem E-Scooter durch die Stadt. Zurzeit ist kein Gefährt angesagter. Doch die Unfallgefahr ist hoch.

weiterlesen...