18. Oktober 2024 / News aus der Welt

Prada stattet Astronauten aus

In zwei Jahren will die Nasa wieder Menschen zum Mond schicken. Jetzt wurden die Raumanzüge dafür präsentiert. Sie ähneln sehr den Modellen von früher - aber mit italienischem Schick.

Mit den Raumanzügen sollen Astronauten übernächstes Jahr wieder zum Mond fliegen.
Veröffentlicht am 18. Oktober 2024 um 09:40 Uhr von dpa

Der Astronaut trägt Prada und die Astronautin auch - ein bisschen zumindest. Das US-Unternehmen Axiom Space aus Texas hat zusammen mit der italienischen Luxusmode-Marke im Auftrag der Nasa neue Raumanzüge für den Mond entwickelt. Die Anzüge sollen bei der nächsten Mond-Mission der US-Raumfahrtbehörde Nasa zum Einsatz kommen, die für den Herbst 2026 geplant ist. Mehr als ein halbes Jahrhundert nach der ersten Mondlandung soll beim Programm Artemis III dann erstmals auch eine Frau dabei sein.

Die neuen Anzüge ähneln durchaus den weißen Ganzkörperanzügen, mit denen die Nasa in den Jahren 1969 bis 1972 im Rahmen ihres Apollo-Programms zwölf US-Amerikaner auf den Mond brachte: dicke und feuerfeste Einteiler mit massivem Helm, einem Rucksack und schweren Stiefeln. Die Modelle, die jetzt in Mailand erstmals präsentiert wurden, haben aber doch etwas mehr modischen Schick. Von der sonst bei Prada üblichen schlanken Linie blieb allerdings nichts übrig. Immerhin finden sich auf den Ärmeln neben der US-Flagge auch die typischen roten Prada-Streifen.

Belastbarkeit wichtiger als Mode 

Wichtiger als alles Andere ist, dass die Multifunktionskleidung extreme Strapazen aushalten kann - wie den scharfen Mondstaub oder Temperaturen zwischen etwa minus 200 Grad Celcius und mehr als 150 Grad plus. Dazu besteht der Anzug aus insgesamt 25 Lagen. Er misst auch konstant die Körperfunktionen. Künstlicher Sauerstoff kann die Astronauten beim Spaziergang außerhalb bis zu 13 Stunden am Leben halten. Der Einsatz am Südpolkrater des Mondes, wo die Mission landen soll, soll insgesamt etwa eine Woche dauern. Die Mission war schon für nächstes Jahr geplant, wurde dann aber verschoben.

Im Helm des 90 Kilogramm schweren Unisex-Anzugs ist auch eine Kamera integriert. Den Kontakt zu den anderen Astronauten und zur Erde wird über eine 4G-Verbindung gehalten. Die Technik wurde von Axiom Space entwickelt. Prada war vor allem am optischen Erscheinungsbild beteiligt. Axiom-Manager Russell Ralston sprach von einer «perfekten Verbindung zwischen Funktionalität, Komfort und Design». 

Zwei Astronauten auf dem Mond

Bei Artemis III - benannt nach der griechischen Mondgöttin sollen vier Astronauten zum Mond fliegen: Zwei von ihnen verbleiben im Orbit, zwei landen auf dem Erdtrabanten. Beteiligt sind auch die Europäische Raumfahrtagentur Esa und Raumfahrtagenturen anderer Länder. Zuletzt waren mit der «Apollo 17»-Mission im Dezember 1972 US-Astronauten auf dem Mond. Unbemannte Mondlandung gelangen zudem der ehemaligen Sowjetunion, China und Indien.


Bildnachweis: © Antonio Calanni/AP
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App? 

Meistgelesene Artikel

Jetzt noch eine Ausbildung im Handwerk beginnen? Es ist nicht zu spät!
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Obwohl der offizielle Start des Ausbildungsjahres am 1. August liegt, ist es keineswegs zu spät, sich auch jetzt oder...

weiterlesen...
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
News aus der Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Großbrand in Sprendlingen gelöscht - Evakuierung aufgehoben
News aus der Welt

Stundenlang ist die Feuerwehr in Rheinhessen mit einem Großaufgebot im Einsatz und kann Schlimmeres verhindern: Bewohner dürfen zurück, die Bahnstrecke ist wieder frei.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Arday: Cambridge-Kanzler prangert «rassistische Hetzjagd» an
News aus der Welt

Der Fall Arday bewegt Großbritannien weiter. Nach dem Tod des früheren Star-Professors erhebt der Kanzler der Uni Cambridge schwere Vorwürfe gegen den Umgang mit dem 41-Jährigen.

weiterlesen...
Makabrer Fund: Urne aus Deutschland an italienischem Strand
News aus der Welt

Eine Frau macht einen Spaziergang am Meer - und eine unangenehme Entdeckung: Im Sand liegt eine Urne mit der Asche eines Menschen. Noch weiß niemand, wie sie dorthin kommen konnte.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Arday: Cambridge-Kanzler prangert «rassistische Hetzjagd» an
News aus der Welt

Der Fall Arday bewegt Großbritannien weiter. Nach dem Tod des früheren Star-Professors erhebt der Kanzler der Uni Cambridge schwere Vorwürfe gegen den Umgang mit dem 41-Jährigen.

weiterlesen...
Makabrer Fund: Urne aus Deutschland an italienischem Strand
News aus der Welt

Eine Frau macht einen Spaziergang am Meer - und eine unangenehme Entdeckung: Im Sand liegt eine Urne mit der Asche eines Menschen. Noch weiß niemand, wie sie dorthin kommen konnte.

weiterlesen...