Nach dem schweren Atlantiksturm «Kristin» und angesichts weiterer Regenfälle haben die Behörden in Portugal große Mengen Wasser aus übervollen Stauseen abgelassen. Binnen zwei Tagen seien rund 500 Millionen Kubikmeter Wasser kontrolliert in Flüsse geleitet worden, berichtete der staatliche TV-Sender RTP unter Berufung auf die Umweltbehörde. Das entspreche dem Verbrauch im Großraum von Lissabon mit seinen drei Millionen Einwohner in drei Jahren. Fast alle Flüsse des Landes führten bereits Hochwasser und für die kommenden Tage wurden weitere Unwetter mit Regen erwartet. Die Regierung verlängerte angesichts der widrigen Wetterverhältnisse den Notstand für das ganze Land bis kommenden Sonntag, an dem auch die Stichwahl um das Präsidentenamt stattfindet. Das neue Tiefdruckgebiet, das in der Nacht zu Montag über das Land im Südwesten Europas hinwegzog, brachte erhebliche Niederschläge. Die Böden sind jedoch schon durch die vergangenen Stürme sehr gesättigt und können kaum noch zusätzliches Wasser aufnehmen. Der Straßen- und Bahnverkehr war in mehreren Regionen durch Überschwemmungen und Erdrutsche behindert. An den Küsten galt wegen stürmischer Winde und hohen Wellengangs die zweithöchste Alarmstufe Orange. Die Behörde für Katastrophenschutz ANEPC registrierte zwischen Mitternacht und Montagmorgen 263 Einsätze im Zusammenhang mit dem Unwetter, die meisten davon in der Region Lissabon und dem Tejo-Tal, wie die staatliche Nachrichtenagentur Lusa meldete. Umgestürzte Bäume, Überschwemmungen, Gebäudeschäden und Erdrutsche seien die häufigsten Gründe gewesen. Über neue Opfer wurde zunächst nichts mitgeteilt. Allerdings waren bei dem Sturm «Kristin» am vergangenen Mittwoch mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Und seither gab es bei Aufräumarbeiten drei weitere Tote und Hunderte Verletzte.Behörde registriert über 260 Einsätze
Bildnachweis: © Michael Probst/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Portugal kämpft mit neuen Unwettern und übervollen Stauseen
Starke Regenfälle und volle Stauseen setzen Portugal weiter zu. Die Regierung verlängert den Notstand, es kommt zu Überschwemmungen und Erdrutschen.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App?
Meistgelesene Artikel
- 15. April 2026
Erneute Auszeichnung für drei starke Innungsbetriebe
Drei Betriebe aus dem Bereich des Lebensmittelhandwerks dürfen sich erneut über eine besondere Anerkennung freuen: Die...
- 21. April 2026
Jennys Pawfect Moments: Dein Shooting mit Gefühl
Tierisch persönlich: Fotos und Videos, die dich und dein Tier zeigen, wie ihr wirklich seid.
- 30. April 2026
Rheda-Wiedenbrück: Drei Experten, ein Abend – diesen Workshop hat die Stadt so noch nicht gesehen
Am 7. Mai im Stamm Athletic Point: Ein Abend, der Finanzen, Gesundheit und rechtliche Vorsorge zum ersten Mal zusammen denkt.
Neueste Artikel
- 10. Mai 2026
Hantavirus: Erste «Hondius»-Passagiere ausgeflogen
Nach dem Hantavirus-Ausbruch liegt das Kreuzfahrtschiff «Hondius» in einem Hafen Teneriffas vor Anker. Betroffene werden bereits von der Insel ausgeflogen. Wie bereitet man sich in Deutschland vor?
Nach teils sommerlicher Wärme folgt in der neuen Woche ein Temperatursturz auf örtlich einstellige Werte. Auch leichter Frost in den Alpen und im Mittelgebirge sind möglich.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 10. Mai 2026
Hantavirus: Erste «Hondius»-Passagiere ausgeflogen
Nach dem Hantavirus-Ausbruch liegt das Kreuzfahrtschiff «Hondius» in einem Hafen Teneriffas vor Anker. Betroffene werden bereits von der Insel ausgeflogen. Wie bereitet man sich in Deutschland vor?
Nach teils sommerlicher Wärme folgt in der neuen Woche ein Temperatursturz auf örtlich einstellige Werte. Auch leichter Frost in den Alpen und im Mittelgebirge sind möglich.

