29. September 2022 / News aus der Welt

Pakistan fehlen Mittel zur Flutbewältigung

Das Land will und muss sich an den Klimawandel anpassen. Doch es fehlt das Geld. Die pakistanische Klimaschutzministerin Sherry Rehman wendet sich daher an die Welt.

Ein überschwemmtes Gebiet in der südpakistanischen Provinz Sindh.
Veröffentlicht am 29. September 2022 um 14:10 Uhr von dpa

Die Flutkatastrophe in Pakistan könnte sich negativ auf die Anpassung Pakistans an den Klimawandel auswirken. Wie die Regierung am Donnerstag mitteilte, müsse das Land zur Bewältigung der Fluten auf Mittel zurückgreifen, die Katastrophen dieser Art eigentlich verhindern sollten.

Die pakistanische Klimaschutzministerin Sherry Rehman wandte sich deswegen am Donnerstag an die internationale Weltgemeinschaft. «Es gibt eine große Lücke zwischen dem, was gebraucht wird und dem, was wir erhalten. Wir bitten die Welt dringend, ihre Bemühungen zu verstärken.»

Über 2000 Tote

Derzeit erlebt Pakistan die schlimmste je aufgezeichnete Flutkatastrophen seiner Geschichte. Während große Teile des Landes unter Wasser stehen, ist die Zahl der Todesopfer laut der Nationalen Katastrophenbehörde auf über 2000 gestiegen. Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif warnte aufgrund der schnellen Ausbreitung von Infektionskrankheiten durch das Wasser vor einer zweiten Katastrophe in Form einer Epidemie. In Pakistan «bricht die Hölle los», wenn das Land bald nicht mehr Unterstützung bei der Bewältigung der Flutkatastrophe erhält, so der Premierminister in einem Interview.

Pakistan gehört zu den Ländern, die am meisten vom Klimawandel bedroht sind - und das, obwohl es selbst kaum zu den weltweiten Emissionen beigetragen hat. Mit Projekten und Initiativen will sich Pakistan an die steigende Zahl an Naturkatastrophen als Folge des Klimawandels anpassen, die vorgesehenen Mittel dafür fließen nun aber in die Bewältigung der derzeitigen Flut.


Bildnachweis: © ---/XinHua/dpa
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