Die anhaltende Trockenheit und viel Sonne führen zu einer relativ hohen Waldbrandgefahr. In einigen Regionen Brandenburgs und Berlins sowie am Alpenrand in Bayern wird am Wochenende bereits die zweithöchste Stufe erreicht, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seinem Waldbrand-Gefahrenindex bekanntgab. In den meisten anderen Gebieten Deutschlands herrscht Stufe drei von fünf. «Wir haben seit einiger Zeit eine ausgeprägte Hochdruck-Lage», erklärt ein DWD-Meteorologe. Zusätzlich scheine die Sonne jetzt im März schon relativ stark. «Da geht es jetzt im Frühling schnell, dass die obere Schicht austrocknet, weil noch wenig Vegetation vorhanden ist. Auch in den Wäldern fehlt das Laub, das im Sommer die Sonneneinstrahlung am Boden verhindert.» Die Behörden bitten Waldbesucherinnen und -besucher, vorsichtig zu sein und beispielsweise im Wald nicht zu rauchen und Autos nicht auf trockenem Gras abzustellen. «Jede Unachtsamkeit, jede achtlos weggeworfene Zigarette und jeder kleine Funke können aktuell einen folgenschweren Waldbrand auslösen», erklärte etwa Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber. «Abgestorbenes Gras, trockene Nadelstreu und am Boden liegende Zweige sind sehr leicht entzündlich.» Die Waldbrandsaison dauert laut DWD in der Regel von März bis Oktober. In diesem Jahr begann die Saison trocken, weil der Niederschlag laut DWD im Februar spärlich blieb. Mit rund 24 Litern pro Quadratmeter regnete es weniger als halb so viel wie sonst im Februar. Die Waldbrandzentralen sind wieder besetzt. «Wir starten in eine Situation, die nicht ganz so glücklich ist», schildert etwa der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes Brandenburg, Raimund Engel, die Situation. In dem Bundesland werden in den Wäldern derzeit neue Löschwasserbrunnen gebohrt, um den Waldbrandschutz zu verbessern. Zu Wochenbeginn sinkt die Waldbrandgefahr, vielerorts soll noch Stufe zwei von fünf erreicht werden, also geringe Waldbrandgefahr. «Das liegt an der Umstellung der Wetterlage», sagt der DWD-Meteorologe. Ab Montag ziehe ein Tief mit vielen Wolken nach Deutschland, das gebietsweise auch etwas Regen bringe. «Dadurch entspannt sich die Waldbrandgefahr etwas.»Sehr trockener Februar führt zu trockenen Böden
Bildnachweis: © Patrick Pleul/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
«Nicht im Wald rauchen» - Gefahr von Waldbränden ist hoch
Relativ wenig Regen und Schnee kam in den vergangenen Wochen vom Himmel. Die Gefahr für Waldbrände liegt gleich zu Beginn der Saison mancherorts schon hoch.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App?
Meistgelesene Artikel
- 27. August 2026
Goldener Kamm in Gütersloh
Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...
- 21. August 2026
Auto rast durch Fußgängerzone - Minister spricht von Unfall
Umgestürzte Stühle, Kinderspielzeug auf der Straße: Eine Spur der Verwüstung hat ein Autofahrer im nordhessischen Hofgeismar hinterlassen. Es gibt mehrere Verletzte. Was bislang bekannt ist.
- 21. August 2026
Katze entwischt - Familie verbringt Urlaub an Raststätte
Eigentlich wollen sie in die Berge fahren, doch als bei einer Pause ihre geliebte Katze davonläuft, schmeißt eine Familie ihre Pläne über den Haufen. Nun heißt es Autobahn statt Gipfelkreuz.
Neueste Artikel
- 12. September 2026
Céline Dion feiert emotionales Konzert-Comeback
Jahrelang kämpfte Superstar Céline Dion mit einer seltenen Erkrankung. Nun gibt sie erstmals wieder ein Konzert - und ist zu Tränen gerührt.
- 12. September 2026
Niedriger Pegelstand setzt Bodensee zu
Am Bodensee zeigt sich das Niedrigwasser besonders in Häfen und flachen Uferbereichen. Was das für Urlauber und Schiffsverkehr bedeutet.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 12. September 2026
Céline Dion feiert emotionales Konzert-Comeback
Jahrelang kämpfte Superstar Céline Dion mit einer seltenen Erkrankung. Nun gibt sie erstmals wieder ein Konzert - und ist zu Tränen gerührt.
- 12. September 2026
Niedriger Pegelstand setzt Bodensee zu
Am Bodensee zeigt sich das Niedrigwasser besonders in Häfen und flachen Uferbereichen. Was das für Urlauber und Schiffsverkehr bedeutet.

