18. März 2023 / News aus der Welt

Angreifer nach Messerattacke auf Polizisten erschossen

Polizisten wollten in der Kleinstadt Jarmen in Mecklenburg-Vorpommern einen Mann festnehmen, als die Situation offenbar eskalierte. Mit schwerwiegenden Folgen. Vieles bleibt vorerst im Spekulativen.

In Jarmen ist ein Polizist mit einem Messer schwer verletzt worden. Der Angreifer ist einer Schussverletzungen erlegen.
Veröffentlicht am 18. März 2023 um 16:55 Uhr von dpa

Nach dem tödlichen Schuss eines Polizisten auf einen 32-jährigen Angreifer am Freitagabend in Jarmen (Vorpommern-Greifswald) bleiben die näheren Umstände des Vorfalls vorerst offen. Wie eine Polizeisprecherin in Neubrandenburg sagte, laufen die kriminalpolizeilichen Ermittlungen auch über das Wochenende.

Über Ergebnisse werde die zuständige Staatsanwaltschaft in Stralsund frühestens am Montag informieren. Dem Vernehmen nach bestand ein Haftbefehl gegen den Mann, der von den Beamten vollstreckt werden sollte. Aus welchen Gründen die Situation eskalierte, blieb unklar.

Den bisherigen Erkenntnissen zufolge hatte sich der Mann in einer psychischen Ausnahmesituation befunden und in diesem Zustand einen der herbeigerufenen Polizisten mit einem Messer attackiert. Der Beamte war den Angaben nach dabei schwer verletzt worden und musste in ein Krankenhaus gebracht werden.

Vorfall in der Nähe des Zentrums von Jarmen

Im Verlauf dieser Auseinandersetzung sei es zum Einsatz der Schusswaffe gegen den 32-jährigen deutschen Tatverdächtigen gekommen. Ziel sei es gewesen, den Mann «angriffsunfähig zu machen», hieß es in einer Mitteilung der Polizei weiter. Der Mann sei den schweren Schussverletzungen noch am Ort des Geschehens, einem privaten Anwesen, erlegen.

Medienberichten zufolge ereignete sich der Vorfall unweit des Zentrums der vorpommerschen Kleinstadt. Wie die Tageszeitung «Nordkurier» berichtete, waren an dem Einsatz die Besatzungen mehrerer Streifenwagen, Rettungssanitäter und Feuerwehrkräfte beteiligt. Nach NDR-Informationen ist der verletzte Polizeibeamte 47 Jahre alt. Er war mit zwei weiteren Kollegen als erster vor Ort. Wer den tödlichen Schuss abgab, wurde nicht mitgeteilt. Dem Vernehmen nach war es der direkt angegriffene Beamte.

Wie ein Sprecher der Polizeigewerkschaft GdP auf Anfrage sagte, sind Streifenbeamte auf solche Situationen vorbereitet. Die Abläufe bei Bedrohungen würden bis hin zum Einsatz der Schusswaffe regelmäßig trainiert. Dennoch stehe jeder Polizist im Ernstfall unter einer extremen psychischen Anspannung. «Man muss in Bruchteilen von Sekunden die richtige Entscheidung treffen», sagte der Sprecher. Routinemäßig werde die Handlung des Polizisten nach einem solchen Schusswaffen-Einsatz durch die Staatsanwaltschaft überprüft.


Bildnachweis: © Stefan Sauer/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App? 

Meistgelesene Artikel

Jetzt noch eine Ausbildung im Handwerk beginnen? Es ist nicht zu spät!
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Obwohl der offizielle Start des Ausbildungsjahres am 1. August liegt, ist es keineswegs zu spät, sich auch jetzt oder...

weiterlesen...
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
News aus der Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Großbrand in Sprendlingen gelöscht - Evakuierung aufgehoben
News aus der Welt

Stundenlang ist die Feuerwehr in Rheinhessen mit einem Großaufgebot im Einsatz und kann Schlimmeres verhindern: Bewohner dürfen zurück, die Bahnstrecke ist wieder frei.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Wüst sieht «erste Hoffnung» im Kampf gegen Waldbrand
News aus der Welt

Hunderte Kräfte sind im Einsatz gegen den größten Waldbrand der NRW-Geschichte. Laut Ministerpräsident Wüst gibt es positive Anzeichen - auch für Anwohner, die ihre Häuser verlassen mussten.

weiterlesen...
Fall Jason Arday: Trauer nach Tod von Cambridge-Professor
News aus der Welt

Vor drei Jahren wurde er als jüngster schwarzer Professor der Uni Cambridge gefeiert, nun ist Jason Arday tot. Vergangene Woche war er inmitten zahlreicher Vorwürfe zurückgetreten.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Wüst sieht «erste Hoffnung» im Kampf gegen Waldbrand
News aus der Welt

Hunderte Kräfte sind im Einsatz gegen den größten Waldbrand der NRW-Geschichte. Laut Ministerpräsident Wüst gibt es positive Anzeichen - auch für Anwohner, die ihre Häuser verlassen mussten.

weiterlesen...
Fall Jason Arday: Trauer nach Tod von Cambridge-Professor
News aus der Welt

Vor drei Jahren wurde er als jüngster schwarzer Professor der Uni Cambridge gefeiert, nun ist Jason Arday tot. Vergangene Woche war er inmitten zahlreicher Vorwürfe zurückgetreten.

weiterlesen...