Nach der Gasexplosion in einem Ferienhaus und dem folgenden Brand in Putgarten auf der Insel Rügen ermittelt die Polizei wegen Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung. Ermittlungen haben ergeben, dass es vor kurzer Zeit Arbeiten an der Gasleitung und am Gaszähler des Ferienhauses gegeben haben soll, wie eine Polizeisprecherin am Samstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Staatsanwaltschaft hat den Einsatz eines Brandgutachters angeordnet. Dieser soll den Unglücksort noch am Wochenende in Augenschein nehmen. Das Ferienhaus, das einem Mann aus Leipzig gehört, war am Freitagmorgen explodiert. Große Trümmerteile flogen mehrere hundert Meter weit und beschädigten mindestens 13 Nachbarhäuser und mehrere Autos. Feuer brach aus und zerstörte auch ein mit Schilf gedecktes Nachbarhaus, dessen Bewohner sich nur mit Hilfe von Zeugen aus dem Haus befreien und flüchten konnten. Die Polizei schätzt den Schaden bisher auf mehr als eine Million Euro. Die Löscharbeiten dauerten den ganzen Tag über an, etwa 70 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Der Explosionsort ist weiter beschlagnahmt und wird bewacht. Augenzeugen sprechen von einem regelrechten Trümmerfeld, da von dem explodierten Haus kaum etwas stehenblieb. Die Aufräumarbeiten sollen am Wochenende weitergehen. Woher der Zündfunke für die Gasexplosion kam, sei noch unklar, hieß es. Ermittler vermuten, dass am Freitagmorgen die Heizung automatisch angeschaltet wurde, da der Eigentümer aus Sachsen das Haus am Wochenende nutzen wollte. Warum sich aber so viel Gas im Haus angesammelt hatte, müsse noch untersucht werden. Es könne sich auch um einen technischen Defekt handeln, sagte die Sprecherin. Die Wucht der Explosion war noch in mehreren Kilometern Entfernung zu spüren, wie Anwohner sagten. Die Häuser in Putgarten haben zum größten Teil mit Schilf gedeckte Dächer, die besonders brandgefährdet sind.Explosionsort ist weiter beschlagnahmt und wird bewacht
Bildnachweis: © Stefan Sauer/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Nach Explosion auf Rügen: Brandgutachter erwartet
Eine Explosion hatte am Freitag im Norden der Insel Rügen einen Millionenschaden verursacht. Nur durch Glück wurde niemand verletzt. Ein Gutachter soll nun klären, was genau die Gasexplosion auslöste.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App?
Meistgelesene Artikel
- 27. August 2026
Goldener Kamm in Gütersloh
Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...
- 21. August 2026
Auto rast durch Fußgängerzone - Minister spricht von Unfall
Umgestürzte Stühle, Kinderspielzeug auf der Straße: Eine Spur der Verwüstung hat ein Autofahrer im nordhessischen Hofgeismar hinterlassen. Es gibt mehrere Verletzte. Was bislang bekannt ist.
- 21. August 2026
Katze entwischt - Familie verbringt Urlaub an Raststätte
Eigentlich wollen sie in die Berge fahren, doch als bei einer Pause ihre geliebte Katze davonläuft, schmeißt eine Familie ihre Pläne über den Haufen. Nun heißt es Autobahn statt Gipfelkreuz.
Neueste Artikel
- 15. September 2026
Japan zählt erstmals mehr als 100.000 Hundertjährige
Die Menschen im Inselreich Japan erfreuen sich einer hohen Lebenserwartung. Der «Club der Hundertjährigen» feiert einen Rekord. Doch zugleich schrumpft die Bevölkerung des Landes.
- 15. September 2026
FAS NRW feiert 25 Jahre Suchtselbsthilfe im NRW-Landtag
Rund 170 Gäste feierten das Jubiläum des FAS NRW. Im Mittelpunkt standen mehr Teilhabe, Akzeptanz und die Mitgestaltung der Suchthilfe.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 15. September 2026
Japan zählt erstmals mehr als 100.000 Hundertjährige
Die Menschen im Inselreich Japan erfreuen sich einer hohen Lebenserwartung. Der «Club der Hundertjährigen» feiert einen Rekord. Doch zugleich schrumpft die Bevölkerung des Landes.
- 15. September 2026
Ätna-Aschewolke behindert Flugverkehr über Sizilien
Auf der italienischen Mittelmeerinsel stößt Europas aktivster Vulkan seit Sonntag wieder massiv Asche aus. Sicherheitshalber wurde ein Flugverbot nun verlängert.

