Nach dem schlimmsten Ascheregen seit 60 Jahren auf der russischen Halbinsel Kamtschatka ist nahe dem ausgebrochenen Vulkan Schiwelutsch der Ausnahmezustand ausgerufen worden. Betroffen davon seien das Dorf Kljutschi sowie zwei weitere von der Asche betroffene Ortschaften, teilte der regionale Behördenchef, Oleg Bondarenko, am Samstag mit. Die Behörden können durch den Ausnahmezustand etwa den Verkehr einschränken und die Arbeit von Betrieben stoppen, aber auch Hilfsmöglichkeiten ausweiten. Der Riesenvulkan war am 11. April ausgebrochen, die Asche stieg bis zu 20 Kilometer in die Höhe. In der schneebedeckten Region legte sich nach Berichten regionaler Medien eine graue 20 Zentimeter dicke Schicht aus Vulkanasche auf Autos, Häuser und Straßen. Nach Angaben von Vulkanologen war dies der schlimmste Ascheregen seit 60 Jahren. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte sich in dieser Woche besorgt gezeigt angesichts der Bilder aus dem äußersten Osten Russlands und forderte, mehr zu tun, um den Menschen zu helfen. Auch aus dem Weltraum war der Ausbruch zu sehen gewesen, wie Satellitenaufnahmen zeigten. Nach der Eruption hatte sich ein riesiger Krater mit einem Durchmesser von mehr als einem Kilometer gebildet. Der Schiwelutsch, der sich inzwischen wieder beruhigt hat, gehört mit mehr als 3000 Metern Höhe zu den größten Vulkanen der für ihre geologische Aktivität weltberühmten Halbinsel. Der Riesenvulkan liegt rund 450 Kilometer von der regionalen Hauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski entfernt. In diesem Monat hatte auch der Vulkan Besymjanny eine rund zehn Kilometer hohe Aschesäule in die Luft geblasen. Geologen veröffentlichten Fotos davon, wie Lava und Dämpfe aus dem Vulkan austraten. Die Halbinsel liegt etwa 6600 Kilometer östlich von Moskau und ist mit etwa 30 aktiven Vulkanen eines der Gebiete mit der weltweit höchsten Konzentration geothermischer Aktivität. Wegen seiner Vulkane, Geysire und Thermalquellen ist Kamtschatka ein Sehnsuchtsziel vieler Naturliebhaber. Die 1200 Kilometer lange und bis zu 450 Kilometer breite Halbinsel Kamtschatka zählt rund 160 Vulkane, doch nur die wenigsten davon sind noch aktiv. Die Vulkanregion gehört zum Unesco-Weltnaturerbe.Berühmt für geothermische Aktivität
Bildnachweis: © Yury Demyanchuk/Russian Academy of Sciences' Volcanology Institute/AP/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Nach Ascheregen auf Kamtschatka Ausnahmezustand nahe Vulkan
Der Vulkan Schiwelutsch hat Feuer gespuckt und Teile der russischen Halbinsel Kamtschatka mit grauer Asche überzogen. Es wurde ein Ausnahmezustand aufgerufen.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App?
Meistgelesene Artikel
- 25. September 2026
Herbstkirmes 2026 in Wiedenbrück: Fahrgeschäfte, Feuerwerk und Krammarkt
Vom 2. bis 5. Oktober lockt die Herbstkirmes nach Wiedenbrück: Fahrgeschäfte, Feuerwerk, verkaufsoffener Sonntag und Krammarkt.
- 20. September 2026
Klingelbrink wird zur Partymeile: Soleil Society bringt Wiedenbrück zum Pulsieren
Summer Closing am Klingelbrink: volle Straße, mehr als 250.000 Videoaufrufe und eine Debatte über Innenstadtleben. Unser Rückblick mit Bildergalerie.
- 1. Oktober 2026
70 Jahre Uhrmeister: Jubiläumsabend am 9. Oktober in Wiedenbrück
Discokugeln am Klingelbrink: Unser Video zeigt den Aufbau für 70 Jahre Uhrmeister. Am 9. Oktober ab 17:00 Uhr wird in Wiedenbrück gefeiert.
Neueste Artikel
- 13. Oktober 2026
Alarm zu Flugzeug-Entführung lässt Kampfjets aufsteigen
Ein Linienflug von Korfu nach Nürnberg sendet den Notfallcode «7500», Kampfjets steigen auf, der Flughafen wird gesperrt. Ermittler vermuten ein defektes Funkgerät. Wie konnte es so weit kommen?
- 13. Oktober 2026
König Haakon vermisst Gespräche mit seinem Papa Harald
Nach dem Tod von König Harald V. Ende August findet sich die norwegische Königsfamilie mit den neuen Umständen zurecht. Doch die Trauer hält an, wie der neue Monarch berichtet.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 13. Oktober 2026
Alarm zu Flugzeug-Entführung lässt Kampfjets aufsteigen
Ein Linienflug von Korfu nach Nürnberg sendet den Notfallcode «7500», Kampfjets steigen auf, der Flughafen wird gesperrt. Ermittler vermuten ein defektes Funkgerät. Wie konnte es so weit kommen?
- 13. Oktober 2026
König Haakon vermisst Gespräche mit seinem Papa Harald
Nach dem Tod von König Harald V. Ende August findet sich die norwegische Königsfamilie mit den neuen Umständen zurecht. Doch die Trauer hält an, wie der neue Monarch berichtet.

