5. Dezember 2023 / News aus der Welt

Winterwetter führt zu Flughafen-Stillstand in München

Das Winterwetter sorgt in Südbayern weiter für Probleme mit Zügen und Flügen. Hunderte strandeten am Münchner Airport. Auch in anderen Regionen gibt es Neuschnee, gefrierenden Regen und Glätte.

Ein Flugzeug der Lufthansa wird auf dem Flughafen München enteist.
Veröffentlicht am 5. Dezember 2023 um 17:26 Uhr von dpa

Auch Tage nach dem heftigen Schneefall gibt es im südlichen Bayern am Dienstag noch massive Probleme im Zug- und Flugverkehr. In mehreren Landkreisen blieben Schülerinnen und Schüler wegen Schulschließungen erneut daheim. Sowohl im Freistaat als auch in anderen Bundesländern kam es bei der Glätte zu Unfällen.

Reisende stranden am Flughafen München

Der heftige Schneefall hatte bereits am Wochenende den Betrieb des Münchner Flughafens beeinträchtigt - am Dienstag stand der Airport wegen gefrierenden Regens bis zum Mittag erneut für sechs Stunden still. Um 12.00 Uhr landete eine erste Maschine der Lufthansa aus New York, wie ein Sprecher sagte. Der Luftverkehr sollte nach und nach wieder anlaufen.

Die Entscheidung, den Betrieb vorübergehend einzustellen, sei aus Gründen der Sicherheit notwendig gewesen. Passagiere in München müssen den Angaben nach weiter mit «massiven Einschränkungen» rechnen. Auch am Dienstag waren demnach noch Hunderte Reisende am Flughafen gestrandet. Sie würden mit Essen und Trinken versorgt.

Bayerische Staatsregierung will Bahn-Chaos aufarbeiten

Schnee und Eis behinderten auch den Verkehr in Südbayern weiter. Bei der Deutschen Bahn (DB) gab es weiter Verzögerungen, erneut fielen Züge aus. Die Zahl der Räumfahrzeuge sei seit Beginn des Wintereinbruchs aufgestockt worden, hieß es bei der Bahn. Mehr als 20 große Maschinen sind mittlerweile in der Region unterwegs, darunter auch Schneeschleudern, die aus Hessen und Baden-Württemberg nach Bayern verlegt wurden.

Das Bahn-Chaos der vergangenen Tage soll nach Ansicht der bayerischen Staatsregierung aufgearbeitet werden. Die erheblichen Auswirkungen auf den Zug- und Flugverkehr seien allen bekannt, «das wird man sicherlich im Nachgang dann auch in Ruhe analysieren müssen, weshalb es gerade im Bereich des Zugverkehrs doch solche erheblichen Schwierigkeiten gegeben hat», sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach einer Sitzung des Kabinetts in München.

Spiegelglatte Straßen sorgen für Unfälle

Glatte Straßen sorgten in vielen Regionen für Unfälle. In Sachsen-Anhalt gab es allein im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Magdeburg zwischen 6.00 und 11.00 Uhr 26 glättebedingte Unfälle. In Mecklenburg-Vorpommern kam auf der A20 nahe Schönberg ein 40-jähriger Lkw-Fahrer aufgrund von Schnee und Glätte mit seinem Laster nach links von der Fahrbahn ab. Die A20 in Richtung Rostock wurde zeitweise vollständig gesperrt.

In Bayern starben zwei Menschen auf der Autobahn 8 bei Odelzhausen (Landkreis Dachau) beim Zusammenstoß eines Autos mit einem Sattelzug. «Zum Unfallzeitpunkt war die Teerdecke der Fahrbahn durch überfrierende Nässe spiegelglatt», hieß es bei der Polizei. Auf der Autobahn 99 kam es zu mehreren Unfällen zwischen den Anschlussstellen München-Nord und München-Süd.

Weiterhin Glättegefahr in den kommenden Tagen

Bei winterlichem Wetter mit teils gefrierendem Regen und Neuschnee ist laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) auch in den kommenden Tagen in einigen Regionen Deutschlands Vorsicht geboten. Auf Straßen und Gehwegen kann es dadurch wieder gefährlich glatt werden. Hintergrund ist unter anderem ein Tiefdruckgebiet, das sich langsam von Nordwesten kommend ost- und nordostwärts über den Norden Deutschlands verlagere, erklärte Sabine Krüger vom DWD.


Bildnachweis: © Matthias Schrader/AP/dpa
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