Die besonderen Einsatzmaßnahmen der Polizei vor der Hagener Synagoge sind in der Nacht abgeschlossen worden. «Es konnten vor Ort keine Hinweise auf eine Gefährdung festgestellt werden», teilte die Polizei Dortmund am Donnerstagmorgen mit. Die Polizei ist dennoch weiterhin präsent: Ein dpa-Fotograf berichtete am Morgen von mehreren Streifenwagen in der Nähe der Synagoge und von Beamten, die mit Maschinenpistolen bewaffnet waren. Weiterhin gab es zunächst keine Informationen darüber, auf welche konkrete Gefährdung es Hinweise gab und durch wen sie übermittelt worden waren. Ein Sprecher der Polizei Dortmund sagte am Morgen: «Wir sind noch mitten drin im Einsatz.» Aus einsatztaktischen Gründen könnten derzeit noch keine weiteren Angaben gemacht werden. Am späten Mittwochnachmittag hatten starke Polizeikräfte die Synagoge in der nordrhein-westfälischen Stadt abgeriegelt, nachdem es Hinweise auf eine «mögliche Gefährdungslage» gegeben hatte. Die Straße in der Innenstadt, an der die Synagoge liegt, wurde in 250 Metern Abstand gesperrt. Ein für Mittwochabend geplanter Gottesdienst zu Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, wurde kurzfristig abgesagt. An Jom Kippur vor zwei Jahren hatte ein bewaffneter Rechtsextremist in Halle in Sachsen-Anhalt versucht, gewaltsam in die dortige Synagoge einzudringen. Als die Tür standhielt, erschoss er in der Nähe zwei Menschen und verletzte auf der Flucht zwei weitere. Ein Polizeisprecher hatte in der Nacht gesagt: «Wir sind jetzt in besonders engem Kontakt mit der jüdischen Gemeinde. Die Menschen sind in Sorge.» Es finde eine enge Abstimmung mit den weiteren jüdischen Gemeinden in NRW statt, hieß es in der Polizeimitteilung. «Ziel der Polizei ist es, die Sicherheit all dieser Einrichtungen zu gewährleisten.» Hinweise auf eine Gefährdung weiterer Einrichtungen lägen nicht vor. Dem entsprach am Morgen etwa die Polizeipräsenz an den beiden Essener Synagogen, die augenscheinlich nicht über die üblichen Maßnahmen hinausging.Hinweise auf «mögliche Gefährdungslage»
Bildnachweis: © Kai-Uwe Hagemann/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Polizei-Einsatz vor Hagener Synagoge abgeschlossen
An einem besonderen Feiertag für die Juden gibt es Hinweise auf eine Bedrohung für eine Synagoge im Ruhrgebiet. Die Polizei zieht Kräfte zusammen. Nach bangen Stunden kommt die Entwarnung.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App?
Meistgelesene Artikel
Obwohl der offizielle Start des Ausbildungsjahres am 1. August liegt, ist es keineswegs zu spät, sich auch jetzt oder...
- 10. August 2026
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?
- 3. August 2026
Großbrand in Sprendlingen gelöscht - Evakuierung aufgehoben
Stundenlang ist die Feuerwehr in Rheinhessen mit einem Großaufgebot im Einsatz und kann Schlimmeres verhindern: Bewohner dürfen zurück, die Bahnstrecke ist wieder frei.
Neueste Artikel
- 15. August 2026
Brand im Hohen Venn: Monschau bereitet Evakuierungen vor
Monschau ruft Bewohner auf, sich auf die mögliche Evakuierung wegen eines Waldbrandes auf belgischer Seite vorzubereiten. Die deutsche Stadt in Grenznähe will Notunterkünfte einrichten.
- 15. August 2026
Keine Lösch-Hubschrauber mehr im Hürtgenwald - «kein Bedarf»
Im Hürtgenwald kämpfen 1.400 Einsatzkräfte gegen den größten Waldbrand der Geschichte Nordrhein-Westfalens. Dabei verzeichnet die Feuerwehr gute Fortschritte. Hubschrauber werden nicht mehr benötigt.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 15. August 2026
Brand im Hohen Venn: Monschau bereitet Evakuierungen vor
Monschau ruft Bewohner auf, sich auf die mögliche Evakuierung wegen eines Waldbrandes auf belgischer Seite vorzubereiten. Die deutsche Stadt in Grenznähe will Notunterkünfte einrichten.
- 15. August 2026
Keine Lösch-Hubschrauber mehr im Hürtgenwald - «kein Bedarf»
Im Hürtgenwald kämpfen 1.400 Einsatzkräfte gegen den größten Waldbrand der Geschichte Nordrhein-Westfalens. Dabei verzeichnet die Feuerwehr gute Fortschritte. Hubschrauber werden nicht mehr benötigt.

