13. Dezember 2023 / News aus der Welt

Zwei Tote und drei Schwerverletzte nach Wohnhausbrand

Bei einem Brand in einem Offenbacher Wohnhaus sterben zwei Menschen. Darunter ist auch ein Kind, das zunächst aus den Flammen gerettet werden kann. Drei weitere Menschen erleiden schwere Verletzungen.

Zwei Menschen starben bei Brand eines Wohnhauses in Offenbach.
Veröffentlicht am 13. Dezember 2023 um 20:17 Uhr von dpa

Beim Brand eines dreigeschossigen Geschäfts- und Wohnhauses in der Offenbacher Innenstadt sind zwei Menschen ums Leben gekommen, drei weitere sind schwer verletzt worden. Bei den Todesopfern handelt es sich um ein kleines Kind und einen noch nicht identifizierten Menschen, wie die Feuerwehr mitteilte.

Das Kind war am Dienstagabend zunächst von den Einsatzkräften aus dem brennenden Haus gerettet worden, starb jedoch später im Krankenhaus. Die Todesursache soll in einer Obduktion geklärt werden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.

Das noch unbekannte Todesopfer hatte nicht mehr aus den Flammen gerettet werden können. «Es war so heiß, dass sich die Einsatzkräfte zurückziehen mussten», sagte ein Sprecher der Feuerwehr. «So eine Situation ist auch für die Einsatzkräfte nicht einfach.» Am Mittwochnachmittag wurde die Leiche, die sich in einer der oberen Etagen befand, geborgen. Auch sie soll obduziert werden. Weitere Bewohner wurden den Angaben zufolge gerettet.

Zum Zeitpunkt des Brandes hatten sich fünf Menschen im Haus befunden. Die drei Überlebenden, ein 14-Jähriger sowie zwei Frauen im Alter von 40 und 45 Jahren, wurden mit erheblichen Brandverletzungen und Rauchvergiftungen in Kliniken gebracht. Lebensgefahr bestand bei ihnen nicht.

Großaufgebot im Einsatz

Nach ersten Erkenntnissen wohnten in dem dreistöckigen Gebäude mehr als 30 Menschen, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Ein direkt angrenzendes Nachbargebäude wurde vorsorglich geräumt. Ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei war vor Ort, der Brandort wurde weiträumig abgesperrt. Den Bewohnern und Angehörigen der Opfer wurde eine psychologische Betreuung angeboten.

Alle drei Etagen des Wohnhauses brannten aus. Das Feuer war gegen 17.30 Uhr gemeldet worden, drei Stunden später hatte die Feuerwehr die Flammen unter Kontrolle. Die Löscharbeiten dauerten aber bis weit nach Mitternacht an.

Das Gebäude war zunächst einsturzgefährdet, es handelte sich der Polizeimitteilung zufolge um eine «unbewohnbare Brandruine». Ein Statiker sollte prüfen, wann das Haus begangen werden kann. Der Schaden konnte zunächst nicht beziffert werden, auch die Ursache und der Ausgangspunkt der Flammen waren noch unklar. Der Polizei lagen keine Anhaltspunkte für eine Brandstiftung vor. Sie hoffte auf Hinweise von Zeugen.

Offenbachs Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) zeigte sich betroffen von den Folgen des Brandes: «Dieser Tag hat ein tragisches, ja ein unfassbar schreckliches Ende für die Familie des Kindes und der weiteren Opfer genommen. Meine Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei allen Angehörigen. Ihnen gilt meine große Anteilnahme», sagte er laut einer Mitteilung.


Bildnachweis: © Andreas Arnold/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App? 

Meistgelesene Artikel

Jetzt noch eine Ausbildung im Handwerk beginnen? Es ist nicht zu spät!
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Obwohl der offizielle Start des Ausbildungsjahres am 1. August liegt, ist es keineswegs zu spät, sich auch jetzt oder...

weiterlesen...
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
News aus der Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Großbrand in Sprendlingen gelöscht - Evakuierung aufgehoben
News aus der Welt

Stundenlang ist die Feuerwehr in Rheinhessen mit einem Großaufgebot im Einsatz und kann Schlimmeres verhindern: Bewohner dürfen zurück, die Bahnstrecke ist wieder frei.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Wissenschaftler: Buckelwal vor Rügen war schlecht genährt
News aus der Welt

Die Obduktion des Meeressäugers ist nichts für empfindsame Nasen. Die Forscher haben aber erste Erkenntnisse.

weiterlesen...
Evakuierung wegen Waldbrand auch in Rheinland-Pfalz möglich
News aus der Welt

Ein Wald- und Wiesenbrand im Landkreis Mayen-Koblenz sorgt für starke Rauchentwicklung und könnte Evakuierungen nötig machen. Was Betroffene jetzt beachten sollten und wie die Einsatzkräfte vorgehen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Wissenschaftler: Buckelwal vor Rügen war schlecht genährt
News aus der Welt

Die Obduktion des Meeressäugers ist nichts für empfindsame Nasen. Die Forscher haben aber erste Erkenntnisse.

weiterlesen...
Evakuierung wegen Waldbrand auch in Rheinland-Pfalz möglich
News aus der Welt

Ein Wald- und Wiesenbrand im Landkreis Mayen-Koblenz sorgt für starke Rauchentwicklung und könnte Evakuierungen nötig machen. Was Betroffene jetzt beachten sollten und wie die Einsatzkräfte vorgehen.

weiterlesen...