Nach dem tödlichen Flugzeugunglück im südkoreanischen Muan beschäftigen sich die Ermittler mit Sicherheitsrisiken durch die Mauer am Ende der Landebahn. Wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, durchsuchten Polizisten den zweiten Tag in Folge die Büros des Flughafens im Südwesten des Landes. Im Raum steht der Verdacht fahrlässigen Handelns mit Todesfolge. Die Ermittler wollen den Angaben zufolge Hinweise sammeln, ob die Betonmauer in dieser Form den üblichen Sicherheitsregeln entsprach. Die Mauer fasste ein auf ihr installiertes Antennensystem ein, das Piloten bei der Landung unterstützt. Experten stellten schon kurz nach dem Aufprall der Boeing 737-800 der südkoreanischen Billigfluglinie Jeju Air am vergangenen Sonntag die Sinnhaftigkeit der Konstruktion infrage. Sie sei eigentlich nicht notwendig gewesen und habe die Katastrophe womöglich überhaupt erst herbeigeführt, weil das Flugzeug ansonsten vielleicht nicht zerschellt und in einem Feuerball aufgegangen wäre. Dem Yonhap-Bericht zufolge suchten die Ermittler auch nach Aufzeichnungen über den Funkverkehr zwischen dem Tower und den Piloten des aus Bangkok kommenden Flugzeugs sowie über dessen vorherige Wartung. Die Maschine mit 181 Insassen an Bord war ohne ausgeklapptes Fahrwerk gelandet, über die Fahrbahn geschlittert und durch den harten Aufprall gegen die Mauer komplett zerstört worden. Nur zwei Crew-Mitglieder überlebten. An Bord befanden sich abgesehen von zwei Thailändern ausschließlich Koreaner. Als Unglücksursache ist eine Kollision mit Vögeln wahrscheinlich, die zur Fehlfunktion des Fahrwerks geführt haben könnte. Die Ermittler untersuchen derzeit die Aufzeichnungen des Stimmenrecorders aus dem Cockpit. Der Flugdatenschreiber soll zur Auswertung in die USA gebracht werden.Ermittlungen auch zu Funkaustausch
Bildnachweis: © Uncredited/YNA/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Mauer am Unglücksflughafen in Südkorea beschäftigt Ermittler
Mit 181 Menschen an Bord krachte Flug 7C2216 am Ende der Landebahn in eine Betonmauer. War deren Bauweise ein unnötiges Sicherheitsrisiko? Ermittler prüfen dies - und suchen noch andere Beweise.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App?
Meistgelesene Artikel
- 25. September 2026
Herbstkirmes 2026 in Wiedenbrück: Fahrgeschäfte, Feuerwerk und Krammarkt
Vom 2. bis 5. Oktober lockt die Herbstkirmes nach Wiedenbrück: Fahrgeschäfte, Feuerwerk, verkaufsoffener Sonntag und Krammarkt.
- 20. September 2026
Klingelbrink wird zur Partymeile: Soleil Society bringt Wiedenbrück zum Pulsieren
Summer Closing am Klingelbrink: volle Straße, mehr als 250.000 Videoaufrufe und eine Debatte über Innenstadtleben. Unser Rückblick mit Bildergalerie.
- 1. Oktober 2026
70 Jahre Uhrmeister: Jubiläumsabend am 9. Oktober in Wiedenbrück
Discokugeln am Klingelbrink: Unser Video zeigt den Aufbau für 70 Jahre Uhrmeister. Am 9. Oktober ab 17:00 Uhr wird in Wiedenbrück gefeiert.
Neueste Artikel
- 13. Oktober 2026
Alarm zu Flugzeug-Entführung lässt Kampfjets aufsteigen
Ein Linienflug von Korfu nach Nürnberg sendet den Notfallcode «7500», Kampfjets steigen auf, der Flughafen wird gesperrt. Ermittler vermuten ein defektes Funkgerät. Wie konnte es so weit kommen?
- 13. Oktober 2026
König Haakon vermisst Gespräche mit seinem Papa Harald
Nach dem Tod von König Harald V. Ende August findet sich die norwegische Königsfamilie mit den neuen Umständen zurecht. Doch die Trauer hält an, wie der neue Monarch berichtet.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 13. Oktober 2026
Alarm zu Flugzeug-Entführung lässt Kampfjets aufsteigen
Ein Linienflug von Korfu nach Nürnberg sendet den Notfallcode «7500», Kampfjets steigen auf, der Flughafen wird gesperrt. Ermittler vermuten ein defektes Funkgerät. Wie konnte es so weit kommen?
- 13. Oktober 2026
König Haakon vermisst Gespräche mit seinem Papa Harald
Nach dem Tod von König Harald V. Ende August findet sich die norwegische Königsfamilie mit den neuen Umständen zurecht. Doch die Trauer hält an, wie der neue Monarch berichtet.

