3. Februar 2024 / News aus der Welt

Knapp ein Jahr nach Beben: Erdoğan besucht Provinz Hatay

Rund 60.000 Menschen starben bei dem Erdbeben in der Türkei und Syrien vor einem Jahr. Zum Teil dauern die Aufräumarbeiten bis heute an. Nun besucht Erdoğan einen der am stärksten betroffenen Orte.

Zwei Männer wärmen sich in den Trümmern eines zerstörten Hauses in Kahramanmaras an einem Feuer. Im Zentrum der Stadt waren bei dem Beben vor einem Jahr unzählige Häuser zerstört oder...
Veröffentlicht am 3. Februar 2024 um 17:40 Uhr von dpa

Knapp ein Jahr nach den verheerenden Erdbeben in der Türkei mit Zehntausenden Toten hat Präsident Recep Tayyip Erdoğan die am stärksten betroffene Provinz Hatay besucht. «Wir fühlen immer noch den Schmerz über die Leben, die wir bei dem Erdbeben verloren haben», sagte Erdoğan bei einer Zeremonie zur Übergabe neu gebauter Wohngebäude an Menschen, deren Häuser bei dem Beben eingestürzt waren.

Bis Ende des Jahres wolle die Regierung 200.000 der insgesamt etwa 390.000 geplanten Wohneinheiten übergeben, sagte Erdoğan weiter. Etwa 75.000 davon sollen innerhalb der nächsten zwei Monate fertiggestellt werden. In der Region im Südosten der Türkei leben noch immer mehr als 690.000 Menschen in provisorischen Containern. Nach Angaben der Regierung dauern die Aufräumarbeiten nach dem Beben in einigen Gebieten noch immer an. 

Am 6. Februar 2023 erschütterten zwei Beben der Stärke 7,7 und 7,6 die Südosttürkei und Teile Syriens. Rund 60.000 Menschen starben, ein Großteil davon in der Türkei. Genaue Angaben zu den Opfern aus dem Bürgerkriegsland Syrien sind schwer zu ermitteln. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte kamen bei den Beben in ganz Syrien rund 6800 Menschen ums Leben.

Erdoğan und seine Regierung waren nach dem Beben zunächst scharf kritisiert worden. Etwa wurden ihnen Fehler beim Krisenmanagement vorgeworfen. Zudem gerieten sogenannte Schwarzbauten in den Fokus, die illegal errichtet und dann später von der Regierung legalisiert worden waren.


Bildnachweis: © Boris Roessler/dpa
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