Bei der Suche nach einem seit sechs Tagen vermissten Zweijährigen in Südfrankreich schließen die Fahnder nicht aus, dass möglicherweise auch ein Tier mit dem Verschwinden zu tun haben könnte. Denkbar sei ein Angriff durch einen Greifvogel, berichtete der Sender BFMTV unter Bezug auf die Staatsanwaltschaft. Weitere Hypothesen seien laut der Behörde ein Unfall, ein Verbrechen oder auch eine Verwicklung der Familie in das Verschwinden. Der zweieinhalbjährige Émile war am Samstagabend vergangener Woche in dem 125-Einwohner-Ort Le Vernet verschwunden. Trotz intensiver Suche fand sich keine Spur des Jungen. In dem abgelegenen Bergdorf hatten Einwohner auch über den Angriff eines Wolfes spekuliert. Dass Wölfe Menschen angreifen, ist aber extrem selten. Eine letzte Suche von rund 50 Polizisten im Gelände um den Ort endete ergebnislos. Bürgermeister François Balique verhängte bis Montagabend ein Zugangsverbot für den Ort für Fremde, um die Familie des Jungen und die Einwohner zu schützen. Auch Katastrophentourismus solle damit verhindert werden. Wie der Bürgermeister der Zeitung «Le Figaro» sagte, könne er sich am ehesten einen Verkehrsunfall vorstellen, nach dem der Fahrer den Jungen in Panik eingeladen habe. Der Junge war bei seinen Großeltern im Ort im Urlaub gewesen, als diese ihn am Samstagabend aus dem Blick verloren hatten. Bei den Großeltern hielten sich zu dem Zeitpunkt auch etliche andere Verwandte auf. Dass die Familie etwas mit dem Verschwinden zu tun haben könnte, schließe er aus, sagte der Bürgermeister dem «Figaro». Die Fahnder konzentrieren sich im Moment auf Befragungen von Menschen, die möglicherweise einen Hinweis auf das Schicksal des Jungen liefern können. Dessen Überlebenschancen ohne Essen und Trinken sind inzwischen sehr gering.Fahndung läuft weiter
Bildnachweis: © Nicolas Tucat/AFP/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Junge in Frankreich vermisst: Greifvogel oder Verbrechen?
Der Zweijährigen war bei seinen Großeltern im Ort im Urlaub, als diese ihn aus dem Blick verloren. Was ist geschehen?
Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App?
Meistgelesene Artikel
Obwohl der offizielle Start des Ausbildungsjahres am 1. August liegt, ist es keineswegs zu spät, sich auch jetzt oder...
- 11. Juli 2026
Geiselnahme in Berlin: Was wir wissen und was nicht
Ein Mann hält eine Frau in einem Supermarkt in Berlin fest. Es folgt ein stundenlanger Nervenkrieg - bis die Polizei den Mann überwältigt. Was bislang bekannt ist und welche Fragen noch offen sind.
- 12. Juli 2026
Mindestens 27 Tote bei Brandkatastrophe in Bangkok
Gegen Mitternacht bricht in einem Bierlokal in der Nähe eines beliebten Marktes ein verheerendes Feuer aus. Die Feuerwehr hat es bald unter Kontrolle - für viele aber zu spät.
Neueste Artikel
- 10. August 2026
Koffer-Leiche in Australien entpuppt sich als Sexpuppe
Ein Koffer am Straßenrand sorgt in Australien für einen Großeinsatz. Sogar Forensik-Experten rücken an. Jetzt ist klar: Bei der vermeintlichen Leiche handelte es sich um eine Sexpuppe - mit Piercing.
- 10. August 2026
Mehr Kinder im Straßenverkehr verunglückt
Die Zahl der Unfallopfer unter 15 Jahren steigt um sieben Prozent. Auch die Zahl der Todesopfer geht nach oben: 74 Kinder kamen im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen ums Leben.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 10. August 2026
Koffer-Leiche in Australien entpuppt sich als Sexpuppe
Ein Koffer am Straßenrand sorgt in Australien für einen Großeinsatz. Sogar Forensik-Experten rücken an. Jetzt ist klar: Bei der vermeintlichen Leiche handelte es sich um eine Sexpuppe - mit Piercing.
- 10. August 2026
Mehr Kinder im Straßenverkehr verunglückt
Die Zahl der Unfallopfer unter 15 Jahren steigt um sieben Prozent. Auch die Zahl der Todesopfer geht nach oben: 74 Kinder kamen im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen ums Leben.

