9. August 2026 / News aus der Welt

Hunderte fliehen vor Waldbrand im Südwesten Spaniens

Die Waldbrandsaison in Spanien verläuft in diesem Jahr ungewöhnlich heftig. Zurzeit sind vor allem die Menschen im Südwesten des Landes beunruhigt.

Rund 500 Einsatzkräfte kämpfen unermüdlich gegen die Flammen.
Veröffentlicht am 9. August 2026 um 19:57 Uhr von dpa

Knapp 500 Menschen sind wegen eines Waldbrandes im Südwesten Spaniens in Sicherheit gebracht worden. Das am Donnerstag ausgebrochene Feuer habe bislang in der Provinz Huelva rund 8.000 Hektar erfasst, teilte die Regionalregierung von Andalusien mit. Die Zahl der Evakuierten sei in den vergangenen Stunden leicht auf 474 gestiegen. Derzeit seien aber keine Ortschaften unmittelbar gefährdet, hieß es.

Die Flammen hätten sich in den vergangenen Tagen auch wegen starker Winde schnell ausgebreitet, sagte der andalusische Innenminister Antonio Sanz. «Heute sind wir aber etwas optimistischer», betonte er am Nachmittag. Bei der Bekämpfung habe man auch dank besserer Wetterbedingungen Erfolge erzielt. Der südliche Teil des Brandes sei inzwischen unter Kontrolle.

In der Nähe der Kleinstadt Niebla, rund 60 Kilometer westlich von Sevilla, kämpfen rund 500 Einsatzkräfte im hügeligen Waldgebiet weiter gegen die Flammen. Sie werden zeitweilig von bis zu 26 Löschflugzeugen und Hubschraubern unterstützt.

Heftige Waldbrandsaison

Spanien wird in diesem Jahr von einer außergewöhnlichen Waldbrandsaison heimgesucht. «Seit Jahresbeginn sind fast 200.000 Hektar betroffen», sagte die Ministerin für den ökologischen Wandel, Sara Aagesen. 2026 habe es bereits 40 Großbrände gegeben. «Im vergangenen Jahr waren es zu diesem Zeitpunkt 15.»

Nach Angaben des spanischen Waldbrandportals «Incendios Forestales» waren am Sonntag landesweit 37 überwiegend kleinere Wald- und Vegetationsbrände aktiv. Besonders betroffen sind demnach die bei Urlaubern beliebte Region Valencia im Osten sowie Kastilien und León im Nordwesten des Landes.


Bildnachweis: © Francisco J. Olmo/EUROPA PRESS/dpa
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