Nach einer heftigen Schlägerei in Berlin-Neukölln ermittelt die Kriminalpolizei wegen Körperverletzung und schwerem Landfriedensbruch gegen acht Tatverdächtige. Die sieben Männer und eine Frau im Alter von 15 bis 54 Jahren sollen an der gewaltvollen Auseinandersetzung beteiligt gewesen sein, die sich am späten Dienstagabend in der High-Deck-Siedlung ereignete. Diese war zuletzt wegen der Silvester-Krawalle deutschlandweit in die Schlagzeilen geraten. Damals kam es zu Ausschreitungen, bei denen Beamte angegriffen wurden und ein Bus abbrannte. Bei dem Vorfall am Dienstagabend sollen sich etwa 15 Personen geschlagen und getreten haben, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Den Angaben zufolge unterstützten sie sich dabei durch lautes Zurufen. Rund 50 Feuerwehrleute sowie Einsatzkräften der Hundertschaft der Polizei waren vor Ort. Es seien Hunde und Pfefferspray zum Einsatz gekommen, sagte ein Polizeisprecher. Demnach schlug ein 25-Jähriger einen am Boden knienden Mann im gleichen Alter mit einem Baseballschläger auf dem Kopf. Der Verletzte fiel dadurch nach vorne und schlug mit dem Kopf auf den Asphalt. Ein 43 Jahre alter Beteiligter soll den Angaben zufolge einen 25-Jährigen, der verletzt am Boden saß, ins Gesicht getreten haben. Außerdem hätten zwei Brüder im Alter von 23 und 26 Jahren sich mit einem weiteren Bruder-Paar (24 und 17) geschlagen. Insgesamt wurden drei Männer verletzt, zwei davon kamen ins Krankenhaus. Die acht Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen. Mehrere Beteiligte sind miteinander verwandt, wie ein Sprecher sagte. Über die genauen Familienverhältnisse konnte er zunächst keine Auskunft geben. Aus welchem Motiv die Beteiligten handelten und ob sie sich möglicherweise verabredet hatten, müssten die Ermittlungen zeigen. Medienberichte, denen zufolge es auch Angriffe auf Polizeibeamte gegeben haben soll, konnte ein Sprecher zunächst nicht bestätigen. «Nach unseren Kenntnissen gab es keine Kolleginnen und Kollegen, die angegriffen oder verletzt wurden.»Angriff mit Baseballschläger
Bildnachweis: © Paul Zinken/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Großeinsatz der Polizei wegen heftiger Schlägerei in Berlin
15 Menschen gehen aufeinander los, verletzten sich mit einem Baseballschläger, Schlägen und Tritten - und feuern sich dabei an. Wie konnte es dazu kommen?
Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App?
Meistgelesene Artikel
- 27. August 2026
Goldener Kamm in Gütersloh
Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...
- 10. August 2026
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?
- 21. August 2026
Auto rast durch Fußgängerzone - Minister spricht von Unfall
Umgestürzte Stühle, Kinderspielzeug auf der Straße: Eine Spur der Verwüstung hat ein Autofahrer im nordhessischen Hofgeismar hinterlassen. Es gibt mehrere Verletzte. Was bislang bekannt ist.
Neueste Artikel
- 9. September 2026
Kinder bei Unwetter in Freiburg verletzt
Umgestürzte Bäume, blockierte Straßen, Stromausfall: Ein Unwetter sorgte für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr in der Stadt in Baden-Württemberg. Betroffen war auch Bayern.
- 9. September 2026
Boot mit Journalisten am Vulkan Anak Krakatau vermisst
Fünf Journalisten wollten über den Ausbruch des Anak Krakatau berichten. Dann verschwand ihr Boot spurlos. Die Suche wird durch hohe Wellen und Vulkanasche erschwert.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 9. September 2026
Kinder bei Unwetter in Freiburg verletzt
Umgestürzte Bäume, blockierte Straßen, Stromausfall: Ein Unwetter sorgte für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr in der Stadt in Baden-Württemberg. Betroffen war auch Bayern.
- 9. September 2026
Boot mit Journalisten am Vulkan Anak Krakatau vermisst
Fünf Journalisten wollten über den Ausbruch des Anak Krakatau berichten. Dann verschwand ihr Boot spurlos. Die Suche wird durch hohe Wellen und Vulkanasche erschwert.

