Der Angeklagte wollte vor den jungen Leuten mit dem 557 PS starken Sportwagen und seinen Fahrkünsten protzen - davon ist jedenfalls der Staatsanwalt überzeugt. Mindestens zwei Mal soll der Mann deswegen in Augsburg mit bis zu annähernd 200 km/h durch das Stadtgebiet gerast sein, erlaubt war Tempo 50. Am 26. August 2022 endete die Raserfahrt mit einem verheerenden Unfall - der zweieinhalb Tonnen schwere Bolide krachte auf dem belebten Parkplatz eines großen Möbelhauses gegen einen Ständer für Einkaufswagen. Die 21 Jahre alte Beifahrerin des Angeklagten war tot, zwei weitere Mitfahrer verletzt. Auf dem Parkplatz konnten zwei Kundinnen gerade noch vor dem heranschleudernden Auto davonrennen. Zu Beginn des Prozesses um den tödlichen Raserunfall vor dem Landgericht Augsburg hat der 54 Jahre alte Angeklagte am Mittwoch ein weitgehendes Geständnis abgelegt. Sein Verteidiger las eine Erklärung vor, in der die Vorwürfe aus der Anklageschrift bis auf einzelne Details eingeräumt wurden. Weitere Fragen des Gerichts wollte der beschuldigte Kfz-Mechaniker aber nicht beantworten. Die tragische Fahrt begann an einer Tankstelle, die als beliebter Autotuner-Treffpunkt bekannt ist. Dort soll der Angeklagte seine drei Mitfahrer aufgesammelt haben. Sodann begann die Fahrt, die letztlich nach den Ermittlungen kaum länger als 20 Sekunden war, dann verlor der Fahrer komplett die Kontrolle über seinen schweren Wagen. Der Angeklagte soll zuvor maximal beschleunigt haben, in weniger als fünf Sekunden konnte das Auto 100 km/h erreichen. Letztlich kam der Raser von der Straße ab, geriet auf einen Gehweg und durchbrach den Zaun des Möbelhauses. Das Auto flog quer über den etwas tieferliegenden Parkplatz und krachte gegen die Einkaufswagen-Box. Metall- und Holzsplitter schossen durch das Auto und trafen die 21-Jährige auf dem Beifahrersitz am Kopf, die junge Frau starb sofort an schwersten Schädelverletzungen. Die beiden verletzten Mitfahrer auf der Rückbank überlebten ebenso wie der Fahrer. «Dass keine weiteren Personen durch die Fahrt des Angeschuldigten verletzt oder getötet wurden, war ein bloßer Zufall», sagte der Staatsanwalt im Hinblick auf die Kunden auf dem Parkplatz. Einige Zeit zuvor soll der 54-Jährige mit einem anderen Mitfahrer bereits eine ähnliche Raserfahrt unternommen haben. Der Beifahrer habe dabei «panische Angst» bekommen, sagte der Staatsanwalt. Er habe den Angeklagten gebeten, langsamer zu fahren. Dieser soll sich dann über den verängstigten Beifahrer lustig gemacht haben.Der Angeklagte ist geständig
Es drohen bis zu zehn Jahre Haft
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Geständnis nach tödlichem Raserunfall auf Parkplatz
Die 21-Jährige stieg ins Auto eines Rasers, dann folgten die letzten Sekunden ihres jungen Lebens. Der Wagen flog förmlich über den Parkplatz eines großen Möbelhauses. Nun müssen die Richter entscheiden.
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