Der ungeplant lange Aufenthalt von drei Forschern in der Lamprechtshöhle in Österreich ist glimpflich zu Ende gegangen. Die drei Männer aus Polen konnten am Freitagabend aus eigener Kraft wieder ins Freie gelangen, wie die Behörden berichteten. «Es geht ihnen gut, alles in Ordnung», sagte ein Sprecher des Landes. Das Trio saß vorübergehend in der Höhle fest, nachdem große Mengen Schmelzwasser den Rückweg versperrt hatten. Der Pegel eines Höhlensees war bis zur Decke angestiegen. Am Abend konnte ein Rettungstaucher zu den Eingeschlossenen vordringen. Sie waren wohlauf, aber unterkühlt. Sie wurden zunächst mit Tee versorgt. Die Männer wurden nur wenige hundert Meter vom touristisch erschlossenen Schauhöhlenteil entfernt im sogenannten Lamprechtsdom entdeckt. Schon zu Beginn hatten die Behörden die Lage als nicht allzu dramatisch eingeschätzt. «Wir sind optimistisch, weil die Forscher bestens ausgerüstet sind, als Vollprofis mit der Situation umgehen können und es in der Höhle Rettungsnischen mit Decken sowie Notausrüstung gibt», sagte die Leiterin der Salzburger Höhlenrettung, Monika Feichtner. Die Lamprechtshöhle gilt als längste Durchgangshöhle der Welt Für den Einsatz waren vom Land Salzburg vier Höhlentaucher angefordert worden. Die drei Höhlenforscher, die eingeschlossen waren, gehören nach Angaben der Behörden seit Jahrzehnten zu den besten Kennern der Lamprechtshöhle. Sie waren am Donnerstagfrüh in die Höhle eingestiegen und hatten sich auf eine 20-stündige Tour eingestellt. Forscher waren bestens ausgerüstet
und zählt mit einer Gesamtausdehnung von 62 Kilometern zu den
größten Höhlensystemen Europas. Wie Feichtner der Nachrichtenagentur APA sagte, habe es aber keine Möglichkeit für die drei Männer gegeben, am anderen Ende der Höhle auszusteigen. «Das würde nicht nur mehrere Tage dauern, sondern ist technisch sehr schwierig.»
Bildnachweis: © Franz Neumayr/APA/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Eingeschlossene Forscher in Salzburger Höhle im Freien
Für drei Experten aus Polen wird die Lamprechtshöhle in Österreich zur Falle. Schmelzwasser verschließt das Gangsystem. Die Befreiung aus der misslichen Lage gelingt überraschend schnell.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App?
Meistgelesene Artikel
- 27. August 2026
Goldener Kamm in Gütersloh
Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...
- 21. August 2026
Auto rast durch Fußgängerzone - Minister spricht von Unfall
Umgestürzte Stühle, Kinderspielzeug auf der Straße: Eine Spur der Verwüstung hat ein Autofahrer im nordhessischen Hofgeismar hinterlassen. Es gibt mehrere Verletzte. Was bislang bekannt ist.
- 21. August 2026
Katze entwischt - Familie verbringt Urlaub an Raststätte
Eigentlich wollen sie in die Berge fahren, doch als bei einer Pause ihre geliebte Katze davonläuft, schmeißt eine Familie ihre Pläne über den Haufen. Nun heißt es Autobahn statt Gipfelkreuz.
Neueste Artikel
- 16. September 2026
Für Kinder tabu: EU-Kommission will Social Media erst ab 13
Schluss damit, dass Kinder am Handy daddeln? In Deutschland und dem Rest der EU könnten soziale Netzwerke künftig erst ab dem Alter von 13 Jahren erlaubt sein. Was plant Brüssel?
- 16. September 2026
Zeuge rettet Kind vor Zug – Mutter muss in Psychiatrie
Eine Mutter bringt ihre vierjährige Tochter an die Gleise, ein Zeuge verhindert im letzten Moment die Katastrophe. Wegen versuchten Mordes stand die Frau vor Gericht. Nun fiel das Urteil.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 16. September 2026
Für Kinder tabu: EU-Kommission will Social Media erst ab 13
Schluss damit, dass Kinder am Handy daddeln? In Deutschland und dem Rest der EU könnten soziale Netzwerke künftig erst ab dem Alter von 13 Jahren erlaubt sein. Was plant Brüssel?
- 16. September 2026
Zeuge rettet Kind vor Zug – Mutter muss in Psychiatrie
Eine Mutter bringt ihre vierjährige Tochter an die Gleise, ein Zeuge verhindert im letzten Moment die Katastrophe. Wegen versuchten Mordes stand die Frau vor Gericht. Nun fiel das Urteil.

