Bei einer kräftigen Explosion mit anschließendem Feuer sind in der schwedischen Großstadt Göteborg zahlreiche Menschen verletzt worden, mehrere davon schwer. Die Detonation ereignete sich nach Angaben der Polizei am frühen Dienstagmorgen in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Annedal. Im Anschluss brachen Feuer in dem Gebäude aus, Bewohner retteten sich vereinzelt durch Fenster und über Balkone ins Freie, wie der Rundfunksender SVT berichtete. Die Hintergründe der Explosion blieben zunächst unklar. «Wir glauben, dass etwas explodiert ist, was keine natürliche Folge ist», sagte Polizeisprecher Thomas Fuxborg jedoch am Vormittag vor Ort. Es handele sich vermutlich um etwas, das an dem Ort platziert worden sei, dies müsse sich aber erst zeigen. Die Polizei leitete Voruntersuchungen wegen allgemeiner Zerstörung ein. Tatverdächtige gab es zunächst nicht. Noch Stunden nach der Explosion drang Rauch aus dem Inneren des Gebäudes. Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven sprach den Betroffenen sein Mitgefühl aus. «Göteborg soll fühlen, dass es die Unterstützung des ganzen Landes hat», sagte er am Nachmittag auf einer Pressekonferenz in Stockholm. Wie Innenminister Mikael Damberg an seiner Seite wollte sich Löfven nicht an Spekulationen beteiligen, dass der Vorfall eine Verbindung zur organisierten Bandenkriminalität haben könnte. Die Zeitung «Aftonbladet» hatte zuvor berichtet, dass in dem Haus ein Mensch wohnt, der mehrmals in Prozessen gegen Gang-Mitglieder ausgesagt hat. Offiziell bestätigt ist das nicht. Nach Informationen der Zeitung «Göteborgs-Posten» arbeitet die Polizei mit zwei Theorien zur Explosionsursache: einem Gasleck oder einer bewusst platzierten Sprengladung. Es lagen unterschiedliche Angaben zur Anzahl der Verletzten vor. Polizeisprecher Fuxborg sprach von rund 20 Menschen, die ins Krankenhaus gekommen seien, die Rettungskräfte vor Ort von 6 Schwerverletzten. Der Nachrichtenagentur TT zufolge wurden mindestens 16 Menschen ins Universitätskrankenhaus Sahlgrenska gebracht. Vier davon waren demnach schwer verletzt. Darunter waren drei Frauen und ein Mann, die allesamt über 50 Jahre alt sind. Drei von ihnen lagen nach SVT-Angaben am Nachmittag noch auf der Intensivstation. In Schweden kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu vorsätzlich herbeigeführten Detonationen, deren Hintergründe im kriminellen Banden-Milieu liegen. Besonders davon betroffen sind größere Städte wie Stockholm, Göteborg und Malmö, aber vereinzelt auch kleinere Orte. Dabei werden aber normalerweise nur selten Menschen verletzt. SVT berichtete unter Berufung auf den Einsatzleiter zunächst, die Explosion habe sich im Innenhof des Mehrfamilienhauses ereignet. Daraufhin seien Brände in mehreren Treppenaufgängen entstanden. Hunderte Menschen wurden demnach in Sicherheit gebracht.Verletzte auf der Intensivstation
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Mehrere Verletzte bei Explosion in Göteborg
Am frühen Morgen hallt ein Knall durch Göteborg. Auf die Explosion folgen Flammen, manche Bewohner eines Wohnhauses retten sich durch die Fenster. Der Grund der Detonation wird noch untersucht.
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