20. Februar 2026 / News aus der Welt

Ex-Freundin über Høiby: «Marius hat zwei Gesichter»

Gewalt, Drohungen, Wutausbrüche: Unter Tränen berichtet eine norwegische Influencerin vor Gericht von ihrer Beziehung mit dem Sohn der Kronprinzessin.

Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin soll in seiner Beziehung zu einer Influencerin mehrfach gewalttätig geworden sein. (Archivbild)
Veröffentlicht am 20. Februar 2026 um 13:58 Uhr von dpa

Eine Ex-Freundin von Marius Borg Høiby hat im Prozess gegen den Sohn der norwegischen Kronprinzessin der Zeitung «Verdens Gang» zufolge von Gewalt und Aggressionen in der Beziehung berichtet. «Ich habe das Gefühl, Marius hat zwei Gesichter», sagte die Influencerin demnach vor Gericht. «Da ist der süße Clown, der viel herumalbert und sehr lustig ist. Er war mein bester Freund, den ich wahnsinnig gern hatte», sagte die Norwegerin. «Und dann war da Marius, mit dem ich nicht kommunizieren konnte, dessen Augen ganz schwarz wurden.» Wenn sie diese Veränderung gesehen habe, habe sie große Angst bekommen: «Ich wusste nicht, was als Nächstes passieren würde.»

«Als stünde ein Pitbull vor dir»

Die Influencerin war von 2022 bis 2023 mit dem Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit aus einer früheren Beziehung zusammen. In dieser Zeit lebte das Paar auch an verschiedenen Orten zusammen. Høiby soll seine damalige Freundin mehrfach gewürgt, ihr gedroht, sie getreten, mit Gegenständen geworfen und angeschrien haben. «Es fühlt sich an, als stünde ein Pitbull direkt vor dir», sagte die Frau laut «Verdens Gang».

Meistens sei er ausgerastet, wenn man ihn mit etwas konfrontiert habe, erzählte die Ex-Freundin den Angaben zufolge – «entweder, wenn ich Gerüchte über Untreue gehört hatte, wenn er wütend auf mich war, weil er sagte, ich hätte mich wie eine verdammte Hure verhalten, oder wenn ich sein Telefon genommen hatte». 

Høiby steht seit Anfang des Monats in Oslo vor Gericht. Er ist in 38 Punkten angeklagt, darunter für vier Vergewaltigungen nach norwegischem Recht, häusliche Gewalt und Körperverletzung.


Bildnachweis: © Ane Hem/NTB/dpa
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