2. Mai 2023 / News aus der Welt

Europol: Drogenmarkt im Darknet ausgehoben

Ermittlern aus neun Ländern ist ein Schlag gegen den Drogenhandel im Darknet gelungen. Fast 300 Verdächtige wurden festgenommen.

Das Europol-Hauptquartier in Den Haag. Ermittler haben einen Drogenmarkt im Darknet ausgehoben.
Veröffentlicht am 2. Mai 2023 um 17:00 Uhr von dpa

Ermittler in neun Ländern haben nach Angaben von Europol einen illegalen Markt für Drogen im Internet ausgehoben und 288 Verdächtige festgenommen. Sie haben auf «Monopoly Market» entweder Drogen verkauft oder gekauft, wie am Dienstag die Polizeibehörde Europol in Den Haag mitteilte. Fast 51 Millionen Euro als Bargeld oder in Kryptowährungen seien beschlagnahmt worden, dazu 850 Kilo Drogen wie MDMA, Kokain, Amphetamine sowie 117 Schusswaffen.

Nach Angaben von Europol war es eine der erfolgreichsten Aktionen gegen illegalen Handel im sogenannten Darknet. Zum Namen passend handelt es sich beim Darknet oder auch Darkweb um ein dunkles, verborgenes Netzwerk, abgeschlossene Internetseiten, die nur über einen bestimmten Browser zu finden sind.

An dem Einsatz mit dem Code-Namen «SpecTor» waren Ermittler in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Polen, den Niederlanden, Großbritannien sowie aus den USA und Brasilien beteiligt. In Deutschland wurden 52 Menschen festgenommen.

Die Ermittlungen waren Europol zufolge durch einen deutschen Erfolg ins Rollen gebracht worden. Behörden hatten demnach eine Vielzahl von Beweisen zusammengetragen, als sie im Dezember 2021 die Infrastruktur der Verkaufsbörse ausgehoben hatten. Europol-Experten analysierten die Daten und machten internationale Querverbindungen sichtbar. Dies führte zu Hunderten nationalen Ermittlungsverfahren.

Die Drogen-Verkäufer waren nach Angaben von Europol auch aktiv auf anderen illegalen Marktplätzen. Durch ihre Festnahme seien zahlreiche andere illegale Transaktionen unterbunden worden. Außerdem hätten Ermittler auch Zugang zu Käuferlisten erhalten. Tausenden Kunden drohe nun Strafverfolgung, teilte Europol mit.


Bildnachweis: © Peter Dejong/AP
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App? 

Meistgelesene Artikel

Wiedenbrück: Vier letzte Grundstücke an der Kernekampstraße für den Traum vom Eigenheim
Partner News

Acht Bauplätze waren geplant, vier sind bereits durch die Splietker Architektur und Bauen (Splietker Baugesellschaft mbH) bebaut. Wer jetzt zugreift,

weiterlesen...
Haus in Görlitz eingestürzt - fünf Menschen nicht erreichbar
News aus der Welt

Nach einem Hauseinsturz in Sachsen ist die Lage auch nach mehreren Stunden weiter unklar. Fünf Menschen, die möglicherweise in dem Haus waren, sind nicht erreichbar.

weiterlesen...
Neelas Jahr im Kloster Wiedenbrück endet bald
Allgemeines

Neela Timmermann beendet ihren Freiwilligendienst im Kloster Wiedenbrück.

weiterlesen...

Neueste Artikel

EU-Umfrage: Kinder sehen Social Media positiver als Eltern
News aus der Welt

Eltern unterschätzen, wie lange ihre Kids auf TikTok, Snapchat und Co. unterwegs sind. Zugleich empfinden sie die Auswirkungen als viel gefährlicher. Eine Altersgrenze könnte im Juli näherrücken.

weiterlesen...
Große Sommer-Sparaktion im Seidensticker Outlet Rheda-Wiedenbrück
Partner News

Zusätzliche 50 Prozent Rabatt auf bereits reduzierte Artikel

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

EU-Umfrage: Kinder sehen Social Media positiver als Eltern
News aus der Welt

Eltern unterschätzen, wie lange ihre Kids auf TikTok, Snapchat und Co. unterwegs sind. Zugleich empfinden sie die Auswirkungen als viel gefährlicher. Eine Altersgrenze könnte im Juli näherrücken.

weiterlesen...
«Galungan»-Fest: Bali feiert die Rückkehr der Ahnen
News aus der Welt

Geschmückte Bambusstangen und farbenfrohe Opfergaben: «Galungan» steht auf Bali für die Rückkehr der Ahnen und den Triumph des Guten über das Böse. Auch für Touristen ein besonderes Erlebnis.

weiterlesen...