28. Juni 2024 / News aus der Welt

EU lässt Impfstoff gegen gefährliches Tropenvirus zu

Von Mücken übertragene Krankheiten können sich durch den voranschreitenden Klimawandel in Europa stärker ausbreiten, auch in Deutschland. Die EU-Kommission hat nun einen neuen Impfstoff zugelassen.

Im Zuge des Klimawandels haben sich nach Expertenangaben auch in Deutschland Populationen der Asiatischen Tigermücke etabliert.
Veröffentlicht am 28. Juni 2024 um 18:45 Uhr von dpa

Die EU-Kommission lässt den ersten Impfstoff gegen von Mücken übertragene Chikungunya-Viren zu. Nationale Behörden müssten nun entscheiden, wer Zugang zu dem Impfstoff bekommen soll, teilte die Brüsseler Behörde mit. Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) wurden im Jahr 2022 in Deutschland 16 Fälle des Chikungunyafiebers gemeldet.

Laut ECDC handelte es sich bei diesen Fällen aber nicht um sogenannte autochthone Übertragungen. Sprich: Die Infektion hat beispielsweise im Urlaub außerhalb der EU stattgefunden und nicht durch eine hier lebende Mücke.

Asiatische Tigermücke auch in Deutschland

Im Zuge des Klimawandels haben sich nach Expertenangaben auch in Deutschland Populationen der Asiatischen Tigermücke etabliert. Die Tiere können das Virus übertragen. Eigentlich lebt diese Mückenart in den Tropen. Ein aktueller ECDC-Bericht bestätigt das Vorkommen der Aedes-albopictus-Mücke in 13 EU-Ländern, darunter Deutschland und beliebte Urlaubsländer wie Österreich, Frankreich, Italien und Spanien.

Nach Angaben des Auswärtigen Amts geht die Krankheit mit Fieber und Gelenkbeschwerden einher. Schwere Verläufe seien aber selten. Insbesondere in tropischen und subtropischen Regionen Asiens, Afrikas und Lateinamerikas sei die Erkrankung verbreitet. Betroffene spüren demnach grob eine Woche nach einem Stich plötzlich starke Gelenkschmerzen an Händen und Füßen, begleitet von hohem Fieber und Hautausschlag. Hinzukommen können Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Todesfälle seien selten, die Genesung ziehe sich häufig über Monate und in seltenen Fällen auch über mehrere Jahre hin.


Bildnachweis: © Ennio Leanza/KEYSTONE/dpa
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