11. März 2024 / News aus der Welt

Erdbeben der Stärke 3 am Vesuv

Rund um den italienischen Vulkan Vesuv hat die Erde gebebt. Auch in mehreren Stadtteilen Neapels waren die Erdstöße zu spüren. Über Verletzte oder größere Schäden wurde zunächst nichts bekannt.

Blick vom Castel Sant'Elmo auf die Stadt und den Vulkan Vesuv.
Veröffentlicht am 11. März 2024 um 21:28 Uhr von dpa

In der Umgebung des Vulkans Vesuv mit der süditalienischen Großstadt Neapel ist es am Montagabend zu einem Erdbeben gekommen. Das nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie bezifferte die Stärke des Bebens um 19.08 Uhr, das auch in mehreren Stadtteilen Neapels zu spüren war, am Abend auf 3,0. Über Verletzte oder größere Schäden wurde zunächst nichts bekannt. In den sozialen Netzwerken berichteten Anwohner von Erschütterungen über mehrere Minuten hinweg.

Nach Angaben des Forschungszentrums mit Sitz in Neapel lag das Epizentrum an den Hängen des Vulkans, in einem dicht besiedelten Gebiet nicht weit von der Stadt im Osten. Registriert wurde es demnach in einer Tiefe von 2,9 Kilometern. Der 1281 Meter hohe Vesuv ist der Hausberg der Stadt mit mehr als 900.000 Einwohnern. Er dominiert auch den Golf von Neapel. Am Samstagabend war bereits ein kleineres Beben der Stärke 1,4 registriert worden.

Letzter Ausbruch vor 80 Jahren

Der bislang letzte Ausbruch des Vulkans liegt fast auf den Tag genau 80 Jahre zurück: Er begann am 18. März 1944 und dauerte zehn Tage. Trotz der Evakuierung von mehr als 10.000 Menschen gab es damals 26 Tote. Im Jahr 79 nach Christus hatten nach mehreren Ausbrüchen des Vesuvs Asche, Schlamm und Lava die antike Stadt Pompeji unter sich begraben. Die Anlage gehört heute zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Italiens.

Eigentlich gilt in der dicht besiedelten Region ein anderes Erdbebengebiet als gefährlich, die Campi Flegrei, wörtlich übersetzt: die Brennenden Felder - ein insgesamt 150 Quadratkilometer großes Areal, das sich sowohl an Land als im Meer erstreckt. Dort gab es am 3. März im Meer ein Erdbeben der Stärke 3,4.


Bildnachweis: © Alexandra Stahl/dpa-tmn/dpa
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