2. August 2025 / News aus der Welt

Eklat bei Feuerwehr-Meisterschaft - Verband distanziert sich

In Torgau kämpfen mehr als 600 Feuerwehrsportler um die Deutsche Meisterschaft. Zur Eröffnung erklingt die umstrittene erste Strophe des Deutschlandliedes. Das sorgt für Bestürzung.

Bei der Eröffnung der Deutschen Feuerwehr-Meisterschaften in Torgau hat es einen Eklat gegeben. Der Feuerwehrverband äußert sich bestürzt.
Veröffentlicht am 2. August 2025 um 11:55 Uhr von dpa

Ein Eklat bei der Eröffnungsfeier überschattet die Deutsche Feuerwehr-Meisterschaft in Torgau im Norden von Sachsen. Statt der Nationalhymne wurde die umstrittene erste Strophe des Deutschlandliedes abgespielt. «Wir distanzieren uns in aller Deutlichkeit von diesem Vorgang», erklärte der Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hermann Schreck. Die Feuerwehren und der Verband stünden für die demokratischen Grundwerte. «Gedankengut, das nicht im Einklang mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung steht, hat keinen Platz in unseren Reihen.»

Das Lied der Deutschen wurde von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben 1841 auf Helgoland gedichtet. Allerdings wurde es von den Nationalsozialisten propagandistisch missbraucht («Deutschland, Deutschland über alles ...»). Nationalhymne ist heute nur die dritte Strophe mit den Worten «Einigkeit und Recht und Freiheit». Die anderen Strophen sind allerdings nicht verboten. 

Das Verhalten sei nicht zu tolerieren und der Verantwortliche sei «mit sofortiger Wirkung» seiner ehrenamtlichen Funktionen im Deutschen Feuerwehrverband enthoben worden, informierte Schreck. 

Mehr als 600 Teilnehmer bei den Wettkämpfen

Mehr als 600 Feuerwehrleute küren seit Donnerstag in Torgau ihre Deutschen Meister im Feuerwehrsport. Dazu gibt es verschiedene Disziplinen wie ein 100-Meter-Lauf mit Hindernissen und einen «Löschangriff nass». Die drei besten Frauen- und Männerteams qualifizieren sich für die internationalen Wettbewerbe des Weltfeuerwehrverbands.

Über den Eklat bei der Eröffnungsfeier hatten zuvor die «Leipziger Volkszeitung» und die «Sächsische Zeitung» berichtet.


Bildnachweis: © Sebastian Willnow/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App? 

Meistgelesene Artikel

Jetzt noch eine Ausbildung im Handwerk beginnen? Es ist nicht zu spät!
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Obwohl der offizielle Start des Ausbildungsjahres am 1. August liegt, ist es keineswegs zu spät, sich auch jetzt oder...

weiterlesen...
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
News aus der Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Großbrand in Sprendlingen gelöscht - Evakuierung aufgehoben
News aus der Welt

Stundenlang ist die Feuerwehr in Rheinhessen mit einem Großaufgebot im Einsatz und kann Schlimmeres verhindern: Bewohner dürfen zurück, die Bahnstrecke ist wieder frei.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Umfrage: Viele Eltern bei Fake-News und KI unsicher
News aus der Welt

Die digitale Welt entwickelt sich rasant. So schnell, dass viele Eltern nicht hinterherkommen. Sie sind unsicher im Umgang mit KI-Anwendungen. Und ihnen ist die Medienkompetenz der Kinder wichtig.

weiterlesen...
Brand im Hohen Venn: Wind bereitet aktuell keine Probleme
News aus der Welt

Im Hohen Venn gehen die Löscharbeiten weiter. Ein ungünstiger Westwind ist bisher ausgeblieben, der Regen soll stärker werden. Der Brand greift weiter nicht nach Deutschland über.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Umfrage: Viele Eltern bei Fake-News und KI unsicher
News aus der Welt

Die digitale Welt entwickelt sich rasant. So schnell, dass viele Eltern nicht hinterherkommen. Sie sind unsicher im Umgang mit KI-Anwendungen. Und ihnen ist die Medienkompetenz der Kinder wichtig.

weiterlesen...
Brand im Hohen Venn: Wind bereitet aktuell keine Probleme
News aus der Welt

Im Hohen Venn gehen die Löscharbeiten weiter. Ein ungünstiger Westwind ist bisher ausgeblieben, der Regen soll stärker werden. Der Brand greift weiter nicht nach Deutschland über.

weiterlesen...