26. Dezember 2022 / News aus der Welt

Drohnen über Gefängnissen: «Gefahr für Sicherheit»

Mit ihrer Hilfe können Handys, Drogen oder Waffen geschmuggelt oder die Lage ausgekundschaftet werden - Drohnen sind deshalb in der Nähe von Gefängnissen nicht erlaubt. Doch nicht alle halten sich daran.

Eine private Drohne fliegt weit entfernt von einem Flugzeug.
von dpa

Die Justizministerien der Länder sehen Drohnen in der Nähe von Gefängnissen als Sicherheitsrisiko. Selbst mit günstigen Einsteigermodellen könnten so nicht nur Fluchtmöglichkeiten ausgekundschaftet werden, teilte das bayerische Fachressort der Deutschen Presse-Agentur in München mit. «Sondern vor allem das Einbringen von Mobiltelefonen, Drogen oder Waffen stellen eine Gefahr für die Sicherheit unserer Justizvollzugsanstalten dar.»

In Bayern wurden den Angaben zufolge bis Ende November sechs Drohnenflüge in der Nähe von oder über Justizvollzugsanstalten gesichtet. Im vergangenen Jahr war es demnach ein unerlaubter Überflug, 2020 waren es neun. In Nordrhein-Westfalen zählte das Justizministerium bis November acht Annäherungen oder Überflüge von Drohnen, wie ein Sprecher sagte (Vorjahr: zehn).

Zusätzliche Schutzmaßnahmen

In hessischen Gefängnissen sind die Fenster zusätzlich geschützt worden. Eine über dem normalen Gitter angebrachte Feinvergitterung solle verhindern, dass durch eine an das Haftraumfenster gesteuerte Drohne unerlaubt Gegenstände an Gefangene übergeben werden könnten, teilte das Ministerium in Wiesbaden mit.

Auch in anderen Bundesländern registrierten die Behörden Flüge in der Nähe von oder über Haftanstalten: In Hamburg zum Beispiel waren es bis Ende November zwei, in Baden-Württemberg vier, in Sachsen-Anhalt drei. In den Vorjahren habe es keine derartigen Vorkommnisse gegeben, teilte das Justizministerium in Magdeburg auf Anfrage mit. In Berlin und Hessen sind in diesem Jahr noch keine Drohnen gemeldet worden.

Nordrhein-Westfalen hatte sich dafür ausgesprochen, dass der Bund sich auf europäischer Ebene für die rechtliche Implementierung von sogenanntem «hartem Geo-Fencing» einsetzt. Das bedeutet, dass die Hersteller von Drohnen dazu verpflichtet werden, die Geräte mit einer Software auszurüsten, die die Drohnen technisch daran hindern, in gesperrten Luftraum zu fliegen. Für die Justizvollzugsanstalten und deren nähere Umgebung gilt bereits ein Überflugverbot.


Bildnachweis: © Julian Stratenschulte/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App? 

Meistgelesene Artikel

Erlebt positive Veränderung mit Alexandra Mehlmann
Beratung und Hilfe

Trefft Alexandra Mehlmann persönlich am 7. Juli in ihrer neuen Praxis an der Fuggerstraße in Rheda-Wiedenbrück

weiterlesen...
U20-Junioren testen gegen EM-Zweiten Belgien
Sport in Rheda-Wiedenbrück

Wichtiges Länderspiel in Wiedenbrück am Sonntag, 7. Juli, um 14:00 Uhr

weiterlesen...
Ein einzigartiges Ambiente in Wiedenbrück
Partner News

Das Seecafé & Restaurant am Emssee der Flora-Westfalica lädt zum verweilen ein

weiterlesen...

Neueste Artikel

Schüler soll Ex-Freundin getötet haben - Prozess beginnt
News aus der Welt

Der Angriff in einer Schule in St. Leon-Rot bei Heidelberg löste im Januar Entsetzen aus. Auch ein Kontaktverbot half dem Opfer nicht. Jetzt beginnt der Prozess - unter besonderen Voraussetzungen.

weiterlesen...
Roboterfußball-WM in Eindhoven - Deutsche Titelchancen gut
News aus der Welt

Während viele Fußballer nach der Europameisterschaft nun eine Pause einlegen, bereitet sich die Roboterfußball-Mannschaft der HTWK Leipzig auf die WM vor. Auftakt ist am 17. Juli in Eindhoven.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Schüler soll Ex-Freundin getötet haben - Prozess beginnt
News aus der Welt

Der Angriff in einer Schule in St. Leon-Rot bei Heidelberg löste im Januar Entsetzen aus. Auch ein Kontaktverbot half dem Opfer nicht. Jetzt beginnt der Prozess - unter besonderen Voraussetzungen.

weiterlesen...
Roboterfußball-WM in Eindhoven - Deutsche Titelchancen gut
News aus der Welt

Während viele Fußballer nach der Europameisterschaft nun eine Pause einlegen, bereitet sich die Roboterfußball-Mannschaft der HTWK Leipzig auf die WM vor. Auftakt ist am 17. Juli in Eindhoven.

weiterlesen...