14. April 2022 / News aus der Welt

Dramatische Bilanz nach Tropensturm «Megi»

Der Taifun «Megi» trifft mit bis zu 105 Kilometern pro Stunde auf Land und hinterlässt eine Schneise der Verwüstung. Mindestens 123 Menschen sterben. Wie viele Opfer noch verschüttet sind, ist unklar.

Mitglieder der philippinischen Küstenwache retten Bewohner in der philippinischen Provinz Capiz vor den Fluten.
Veröffentlicht am 14. April 2022 um 11:11 Uhr von dpa

Die Bilanz des Tropensturms «Megi» auf den Philippinen wird immer dramatischer. Die Zahl der Todesopfer hat sich Behördenangaben zufolge seit Mittwoch verdoppelt: Mindestens 123 Menschen kamen demnach ums Leben, rund 240 wurden verletzt.

Laut Katastrophenschutz waren insgesamt mehr als 900.000 Menschen in 30 Provinzen betroffen. Rund 160.000 Menschen suchten in Evakuierungszentren vor Erdrutschen und Überschwemmungen Schutz. Auch in der Landwirtschaft und an der Infrastruktur gab es schwere Schäden.

Einsatzkräfte im Schlamm

Die meisten Opfer wurden in Baybay City in der Provinz Leyte verzeichnet, fast 600 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila. Erdmassen hatten hier Dutzende Häuser unter sich begraben, zudem kam es zu schweren Überflutungen. Mehr als 30 Menschen kamen im nahe gelegenen Abuyog ums Leben. Einsatzkräfte kämpften sich auf der Suche nach Verschütteten durch dicke Schlammschichten. Wie viele Anwohner noch vermisst werden, ist unklar.

Touristen sollen bislang nicht unter den Opfern sein. Jedoch gab es auch in beliebten Urlaubsregionen wie der bei Tauchern beliebten Provinz Cebu und auf der für ihre weißen Strände bekannten Insel Boracay Überschwemmungen.

Weitere Regenfälle

«Megi», auf den Philippinen «Agaton» genannt, war der erste Tropensturm des Jahres und am Sonntag mit Böen von bis zu 105 Kilometern pro Stunde an der Ostküste auf Land getroffen. Der Sturm hat sich in der Zwischenzeit abgeschwächt, jedoch gab es weiter heftige Regenfälle.

Der Inselstaat wird jedes Jahr von durchschnittlich etwa 20 Taifunen heimgesucht. Der bisher schlimmste Sturm «Haiyan» hatte im November 2013 mehr als 6300 Menschen das Leben gekostet.


Bildnachweis: © Philippine Coast Guard/XinHua/dpa
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