15. Mai 2026 / News aus der Welt

Chemieunfall in Nürnberg - ein Toter

In einer Chemiefirma in Nürnberg tritt ein hochgiftiger Stoff aus. Der gesamte Betrieb wird evakuiert, ein Mann stirbt. Doch bis klar ist, was in dem Betrieb geschah, wird noch Zeit vergehen.

Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz.
Veröffentlicht am 15. Mai 2026 um 20:03 Uhr von dpa

Nach einem Chemieunfall in einer Nürnberger Firma ist ein schwerverletzter Mann im Krankenhaus gestorben. Die Polizei ging am Freitagabend davon aus, dass sechs weitere Menschen Verletzungen der Atemwege erlitten. Zwei Mitarbeiter hatten noch am Unfallort das Bewusstsein verloren, einer von ihnen starb später in der Klinik. Das Bayerische Rote Kreuz sprach von 30 Verletzten und 17 Menschen, die zur weiteren Behandlung und Beobachtung ins Krankenhaus gebracht worden seien. Die gesamte Anlage wurde evakuiert. Gefahr für die Bevölkerung bestand demnach nicht, weil der giftige Stoff innerhalb des Gebäudes blieb und nicht an die Luft gelangte. 

Die Kripo Nürnberg leitete Ermittlungen ein, allerdings können die Beamten das Gebäude vorerst nicht betreten. Wie ein Sprecher der Nürnberger Feuerwehr mitteilte, arbeitet das Unternehmen routinemäßig mit Chemikalien. Um welchen Stoff es sich handelte, war zunächst nicht bekannt.

Retter holten alle Verletzten aus Gebäude 

Der Alarm ging laut Polizei kurz vor der Mittagszeit ein. Ein Großaufgebot der Berufsfeuerwehr sowie der Freiwilligen Feuerwehren aus den umliegenden Orten rückte aus. Die ersten Einsatzkräfte fanden demnach «eine dramatische Lage» vor, da sie mehrere Menschen retten und ins Freie bringen mussten. Die Retter konnten den Angaben zufolge alle Verletzten zügig aus dem Gefahrenbereich bringen und medizinisch versorgen. 

Insgesamt waren 65 Feuerwehrleute im Einsatz, darunter mehrere Trupps in Chemikalienschutzanzügen. Außerdem waren neben Polizisten etwa 50 Kräfte des Rettungsdienstes mit mehreren Rettungswagen und Notärzten beteiligt. Insgesamt brachten die Einsatzkräfte etwa 70 Beschäftigte aus dem Gebäude.

Gebäude kann nicht betreten werden

Da das Gebäude vorerst nicht betreten werden kann, war auch unklar, wie es zu dem Unglück kommen konnte - ob die Chemikalie etwa aus einer defekten Maschine oder Anlage austrat oder ob ein Mensch beteiligt war.


Bildnachweis: © Sanitätseinsatzleitung/Nürnberger Hilfsorganisationen/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App? 

Meistgelesene Artikel

Wiedenbrück: Vier letzte Grundstücke an der Kernekampstraße für den Traum vom Eigenheim
Partner News

Acht Bauplätze waren geplant, vier sind bereits durch die Splietker Architektur und Bauen (Splietker Baugesellschaft mbH) bebaut. Wer jetzt zugreift,

weiterlesen...
Haus in Görlitz eingestürzt - fünf Menschen nicht erreichbar
News aus der Welt

Nach einem Hauseinsturz in Sachsen ist die Lage auch nach mehreren Stunden weiter unklar. Fünf Menschen, die möglicherweise in dem Haus waren, sind nicht erreichbar.

weiterlesen...
Internationales Kulturfest bringt Vielfalt nach Rheda
Lokalnachrichten Rheda-Wiedenbrück

Musik, Tanz und Spezialitäten aus vielen Ländern erwarten die Besucher Ende Mai auf dem Rathausplatz in Rheda

weiterlesen...

Neueste Artikel

Bildungsminister wollen kritischen Umgang mit Social Media
News aus der Welt

Schüler sollen Social Media nicht nur konsumieren, sondern verstehen – und sich besser vor digitalen Risiken schützen können. Was die Bildungsminister zum Umgang mit Social Media beschlossen haben.

weiterlesen...
Høiby wird Urteilsverkündung vom Gefängnis aus verfolgen
News aus der Welt

Im Fall um Marius Borg Høiby gibt es kurz vor dem Urteilsspruch eine neue Wendung: Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit wird zur Urteilsverkündung nicht ins Gericht kommen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Bildungsminister wollen kritischen Umgang mit Social Media
News aus der Welt

Schüler sollen Social Media nicht nur konsumieren, sondern verstehen – und sich besser vor digitalen Risiken schützen können. Was die Bildungsminister zum Umgang mit Social Media beschlossen haben.

weiterlesen...
Høiby wird Urteilsverkündung vom Gefängnis aus verfolgen
News aus der Welt

Im Fall um Marius Borg Høiby gibt es kurz vor dem Urteilsspruch eine neue Wendung: Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit wird zur Urteilsverkündung nicht ins Gericht kommen.

weiterlesen...