4. Juli 2021 / News aus der Welt

Feuer im Westen Nordamerikas brennen weiter

Früher Start der Waldbrandsaison: Bei anhaltender Trockenheit und Sommerhitze brennt es im Westen Nordamerikas an vielen Stellen. In Kanada steht auch das Militär zu Unterstützung bereit.

Ein Flugzeug wirft Löschmittel ab, während es versucht, die Ausbreitung des Salt Fire in der Nähe von Lakehead in Kalifornien zu stoppen.
von dpa

Wegen hoher Feuergefahr haben die Behörden für den Norden Kaliforniens eine «Red-Flag»-Warnung herausgegeben. Auch Trockengewitter mit Blitzschlägen könnten die Lage verschärfen, hieß es am Samstag.

Begünstigt durch starke Winde und Trockenheit haben bereits mehrere Brände in der Region schwere Schäden angerichtet. Das sogenannte «Salt»-Feuer hat nach Angaben der Forstbehörde bis Samstag mehr als zwei Dutzend Häuser zerstört. Allein an dieser Feuerfront kämpften über 500 Feuerwehrleute, um eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern.

Blitze lösen Feuer aus

Das durch einen Blitzschlag ausgelöste «Lava»-Feuer nördlich der Ortschaft Weed hat sich auf eine Fläche von knapp 100 Quadratkilometern ausgebreitet, ein Übergreifen der Flammen auf Siedlungen konnte bisher aber verhindert werden. Tausende Menschen mussten vorsichtshalber zeitweise ihre Häuser verlassen.

Die Extremhitze im Westen Kanadas hat nachgelassen, doch anhaltende Trockenheit und weiterhin hohe Temperaturen begünstigten auch dort viele Waldbrände. Allein in der Provinz British Columbia listeten die Behörden am Samstag 174 Feuer auf. Am schlimmsten hatte es dort die kleine Ortschaft Lytton getroffen, die durch ein schnell um sich greifendes Feuer fast komplett zerstört worden war. Unmittelbar zuvor war dort eine Rekordtemperatur von 49,6 Grad Celsius gemessen worden.

Mehr als 1000 Menschen hatten in der Nacht zum Donnerstag in aller Eile flüchten müssen. Die Behörden gehen davon aus, dass in Lytton zwei Menschen ums Leben gekommen sind. Zunächst war es zu gefährlich, auch wegen giftiger Gase und Rauch, Ermittler an den Ort der Feuerkatastrophe zu schicken.

Kanadisches Militär in Alarmbereitschaft

Das Militär in Kanada ist wegen der Waldbrandgefahr in Alarmbereitschaft. Das Verteidigungsministerium wollte eine Eingreiftruppe von 350 Soldaten sowie ein Transportflugzeug und zwei Hubschrauber vom Typ Chinook auf einem Stützpunkt in Edmonton (Provinz Alberta) stationieren, um die Einsätze der Feuerwehr bei Bedarf zu unterstützen.


Bildnachweis: © Noah Berger/AP/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App? 

Meistgelesene Artikel

Ferienspiele vorgestellt: Buntes Programm in den Sommerferien
Stadt Rheda-Wiedenbrück

Viele schöne Aktionen haben sich die Jugendhäuser St. Aegidius und St. Pius, das städtische Jugendzentrum und Vereine...

weiterlesen...
Neu bei uns: Dresselhaus IT-Systeme GmbH & Co. KG aus Rheda-Wiedenbrück!
Partner News

Bei ihnen sind Deine IT-Systeme bestens aufgehoben

weiterlesen...
Ausbildung zum Maler und Lackierer (m/w/d) & Allroundertalent (m/w/d) im Büro
Job der Woche

Starte Deine Karriere bei der Hambrink-Grabke GmbH & Co. KG

weiterlesen...

Neueste Artikel

Massiver Blackout: Millionen Ecuadorianer ohne Strom
News aus der Welt

Probleme im Stromnetz lösten eine Kettenreaktion aus, dann bricht das ganze Energiesystem zusammen. Jahrelang wurde die Instandhaltung vernachlässigt. Auch bei der Erzeugung gibt es Schwierigkeiten.

weiterlesen...
Drei Verletzte nach Schüssen an Tankstelle in Merseburg
News aus der Welt

Die Hintergründe sind noch unklar. Fest steht: Es gibt einen Tatverdächtigen - und die Ermittlungen laufen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Massiver Blackout: Millionen Ecuadorianer ohne Strom
News aus der Welt

Probleme im Stromnetz lösten eine Kettenreaktion aus, dann bricht das ganze Energiesystem zusammen. Jahrelang wurde die Instandhaltung vernachlässigt. Auch bei der Erzeugung gibt es Schwierigkeiten.

weiterlesen...
Drei Verletzte nach Schüssen an Tankstelle in Merseburg
News aus der Welt

Die Hintergründe sind noch unklar. Fest steht: Es gibt einen Tatverdächtigen - und die Ermittlungen laufen.

weiterlesen...