Die großen Waldbrände im Umkreis von Jerusalem sind nach Angaben der Feuerwehr unter Kontrolle. Die Brandbekämpfer sollten nun schrittweise wieder abgezogen werden, teilte die Feuerwehr nach Medienberichten mit. Mehr als 1.400 Einsatzkräfte waren demnach insgesamt 30 Stunden lang an zeitweise acht Brandorten im Einsatz. Ein Teil der Feuerwehrleute solle aber weiterarbeiten, um ein Wiederaufflammen des Feuers zu verhindern, hieß es. Zudem wurde ein «Sonderermittlungsteam mit der Untersuchung der Brandursache beauftragt». Der Jüdische Nationalfonds (KKL-JNF) meldete zuvor, insgesamt seien 2.000 Hektar Land abgebrannt, darunter vor allem Waldgebiete. Dies entspricht in etwa der Fläche des Frankfurter Flughafens. Israelische Medien verbreiteten Aufnahmen, die unter anderem verkohlte Felder und Waldstücke zeigen. An der Feuerbekämpfung waren auch Löschflugzeuge beteiligt. Italien und Kroatien hatten ebenfalls Hilfe zusagt, Zypern schickte nach eigenen Angaben einen Hubschrauber zur Unterstützung. Die israelische Nachrichtenseite «ynet» berichtete allerdings, die Ankunft der Löschflugzeuge aus Europa verzögere sich wegen schwieriger Wetterbedingungen. 21 Feuerwehrleute wurden den Angaben zufolge während der Löscharbeiten leicht verletzt. Die Einwohner von Orten, die wegen der Brände geräumt worden waren, durften inzwischen wieder nach Hause zurückkehren. Der Zugverkehr von und nach Jerusalem wurde nach Angaben der israelischen Eisenbahngesellschaft wieder aufgenommen. Auch alle Straßen, darunter die zentrale Schnellstraße zwischen Tel Aviv und Jerusalem, wurden Medien zufolge wieder für den Verkehr freigegeben. Mehr als 100 wegen der Brände zurückgelassene Autos wurden laut «ynet» auf einen Parkplatz in der Gegend geschleppt. Auf Videos war zu sehen gewesen, wie Menschen am Tag zuvor wegen des dichten Rauchs auf der Straße panisch aus ihren Autos flüchteten und diese stehenließen. Die schweren Waldbrände um Jerusalem waren am Mittwoch ausgebrochen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte Medien zufolge, 18 Verdächtige seien bisher wegen des Vorwurfs der Brandstiftung festgenommen worden. Mehrere israelische Medien berichteten unter Berufung auf Polizeikreise hingegen, Einsatzkräfte hätten nur drei Personen festgenommen. Der Feuerwehr zufolge ist die Brandursache weiter unklar. Medien zitierten Experten mit der Einschätzung, dass starke Hitze und heftige Winde die Ausbreitung der Brände begünstigt hätten. Mehrere Menschen wurden verletzt und mussten etwa wegen Rauchverletzungen behandelt werden. Der Bezirksleiter der Jerusalemer Feuerwehr sprach im israelischen Fernsehen von dem «vielleicht größten» Waldbrand, den es je in Israel gegeben habe. 2010 waren bei der schlimmsten Feuersbrunst in der israelischen Geschichte im Karmel-Gebirge mehr als 40 Menschen getötet worden. In den Wäldern rund um Jerusalem kommt es immer wieder zu Feuern. Auch in anderen Teilen des Landes hatte es zeitweise Waldbrände gegeben. Berichten zufolge gab es zudem in einem Vorort von Tel Aviv ein Feuer in einem Pflegeheim, mehrere Bewohner der Einrichtung seien gerettet worden. Mehrere Menschen seien leicht verletzt worden.Große Waldgebiete zerstört
Ursache weiter unklar
Bildnachweis: © Ohad Zwigenberg/AP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Brände bei Jerusalem laut Feuerwehr unter Kontrolle
Nach mehr als 30 Stunden im Einsatz meldet die Feuerwehr: Die Waldbrände im Umkreis von Jerusalem sind unter Kontrolle. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen noch.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App?
Meistgelesene Artikel
- 25. September 2026
Herbstkirmes 2026 in Wiedenbrück: Fahrgeschäfte, Feuerwerk und Krammarkt
Vom 2. bis 5. Oktober lockt die Herbstkirmes nach Wiedenbrück: Fahrgeschäfte, Feuerwerk, verkaufsoffener Sonntag und Krammarkt.
- 20. September 2026
Klingelbrink wird zur Partymeile: Soleil Society bringt Wiedenbrück zum Pulsieren
Summer Closing am Klingelbrink: volle Straße, mehr als 250.000 Videoaufrufe und eine Debatte über Innenstadtleben. Unser Rückblick mit Bildergalerie.
- 3. Oktober 2026
Ähnelte KZ-Kleidung: Zara zieht Kostüm zurück
Zara nimmt ein Halloween-Kostüm aus dem Sortiment. Die Modekette reagiert auf Kritik, das Design erinnere an KZ-Häftlingskleidung aus der NS-Zeit.
Neueste Artikel
- 8. Oktober 2026
Behördenmitarbeiter bei Waffenkontrolle erschossen
Ein Routine-Einsatz endet tödlich: Bei einer Waffenkontrolle werden zwei Behördenmitarbeiter angeschossen, einer stirbt. Der mutmaßliche Schütze verschanzt sich seitdem vor der Polizei.
- 8. Oktober 2026
«Geschockt»: Vier junge Mopedfahrer nach Überholmanöver tot
Ein Autofahrer rast in Brandenburg beim Überholen in eine Gruppe junger Mopedfahrer. Vier Menschen sterben. Sie waren wie viele Teenager auf dem Land mit Mopeds unterwegs. Eine Region ist geschockt.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 8. Oktober 2026
Behördenmitarbeiter bei Waffenkontrolle erschossen
Ein Routine-Einsatz endet tödlich: Bei einer Waffenkontrolle werden zwei Behördenmitarbeiter angeschossen, einer stirbt. Der mutmaßliche Schütze verschanzt sich seitdem vor der Polizei.
- 8. Oktober 2026
«Geschockt»: Vier junge Mopedfahrer nach Überholmanöver tot
Ein Autofahrer rast in Brandenburg beim Überholen in eine Gruppe junger Mopedfahrer. Vier Menschen sterben. Sie waren wie viele Teenager auf dem Land mit Mopeds unterwegs. Eine Region ist geschockt.

