Nicht ausreichend robustes Gestein hat der US-Raumfahrtbehörde Nasa zufolge wohl die erste Entnahme einer Bodenprobe durch den Rover «Perseverance» auf dem Mars scheitern lassen. «Die Instrumente haben funktioniert wie von uns vorgegeben, aber der Stein hat nicht kooperiert», sagte Nasa-Forscherin Louise Jandura laut Mitteilung vom Mittwoch nach einer umfassenden Untersuchung des gescheiterten Bohrversuchs in einem ausgetrockneten Mars-See namens «Jezero Crater». Die Bohrung sei wie geplant verlaufen, aber weil das Gestein «ungewöhnlich» gewesen sei, habe sie nur pudrige, kleine Fragmente hervorgebracht, die nicht in das Röhrchen transportiert werden konnten. Ein weiterer Versuch sei für Anfang September vorgesehen. Dafür seien schon einige vielversprechende Stellen auf dem Mars ausgespäht worden. Insgesamt hat der Rover 43 Titan-Proben-Röhrchen an Bord. «Perseverance» (auf Deutsch etwa: Durchhaltevermögen) war Ende Februar mit einem riskanten Manöver auf dem Mars gelandet. Entwicklung und Bau des rund 2,5 Milliarden Dollar (etwa 2,2 Milliarden Euro) teuren Rovers hatten acht Jahre gedauert. Er soll auf dem Mars nach Spuren früheren mikrobiellen Lebens fahnden sowie das Klima und die Geologie des Planeten erforschen.
Bildnachweis: © --/NASA/JPL-Caltech/MSSS/dpa
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Bohr-Problem auf dem Mars: «Der Stein hat nicht kooperiert»
Eigentlich lief alles nach Plan bei der ersten versuchten Bodenprobe auf dem Mars in einem ausgetrockneten See. Doch das Gestein zerfiel in pudriges Pulver.
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