US-Präsident Joe Biden hat den Leidtragenden des verheerenden Hurrikans «Ida» bei einem Besuch im Katastrophengebiet im Süden der USA Unterstützung zugesagt. «Ich weiß, dass Sie leiden», sagte Biden am Freitag in LaPlace bei New Orleans im Bundesstaat Louisiana. «Ich möchte, dass Sie wissen: Wir werden für Sie da sein.» Bei der Katastrophenhilfe und dem Wiederaufbau dürften politische Motive keine Rolle spielen. «Hier geht es nicht darum, ob man Demokrat oder Republikaner ist. Wir sind Amerikaner, und wir werden das gemeinsam durchstehen.» In Louisiana und dem benachbarten Bundesstaat Mississippi waren infolge des Hurrikans mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des Weißen Hauses hatten zuletzt 800 000 Haushalte in der Katastrophenregion noch immer keinen Strom. «Ida» war am Sonntag als Hurrikan der Stärke vier (von fünf) südwestlich von New Orleans auf die Küste getroffen und hatte massive Schäden angerichtet. Dann schwächte sich der Sturm über Land ab und zog nach Nordosten weiter. Dort kam es in der Metropole New York und in mehreren Bundesstaaten zu heftigen Regenfällen und katastrophalen Überschwemmungen. Mindestens 48 Menschen starben, die weitaus meisten davon in New Jersey sowie der Stadt New York und deren Umland. Biden wertet den Hurrikan im Süden, die Überflutungen im Nordosten und die aktuellen Waldbrände im Westen der USA als weitere Belege dafür, dass die Klimakrise begonnen hat. Er warnte, Stürme würden künftig noch heftiger und häufiger werden. Die in den USA vielerorts marode Infrastruktur müsse dieser Entwicklung angepasst werden. Biden rief den Kongress dazu auf, entsprechende Gesetze zu verabschieden und Mittel für den Infrastruktur-Ausbau zur Verfügung zu stellen. Der Demokrat hat den Kampf gegen den Klimawandel zu einem seiner wichtigsten Ziele erklärt. Die Aufräumarbeiten nach den verheerenden Unwettern im Nordosten gingen unterdessen weiter. Auch in dieser Katastrophenregion hatten am Freitag weiterhin Zehntausende Menschen keinen Strom. Dort waren bei dem Unwetter am Mittwochabend innerhalb kürzester Zeit Straßen zu reißenden Flüssen geworden, Menschen wurden in ihren Autos von den todbringenden Wassermassen eingeschlossen, Krankenhäuser, Regierungsgebäude und Wohnhäuser von den Einsatzkräften leergepumpt. Im New Yorker Central Park gingen binnen einer Stunde 80 Millimeter Regen nieder - die erst Ende August erreichte historische Höchstmarke für New York von 49 Millimetern wurde damit regelrecht pulverisiert. Bürgermeister Bill de Blasio kündigte an, sich künftig besser um den Schutz jener New Yorker zu kümmern, die in Kellerwohnungen leben. Mehrere Bewohner solcher Apartments waren wegen der unkontrollierbaren Wassermassen in ihrem Zuhause ertrunken - ähnlich wie bei der jüngsten Hochwasserkatastrophe in Deutschland. De Blasio tat es Biden gleich und machte deutlich, dass er solche und ähnliche Wetterereignisse künftig immer wieder erwarte: «Wir müssen vom Schlimmsten ausgehen auf eine Weise, wie wir es noch nie zuvor gemacht haben: Dass Stürme schneller kommen werden, dass sie viel heftiger sein werden, viel plötzlicher und dass sie regelmäßig Rekorde aufstellen.»Auch in der Katastrophenregion um New York laufen noch Aufräumarbeiten
Bildnachweis: © Jonathan Ernst/Reuters Pool via AP/dpa
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Biden besucht Hurrikangebiet - Hilfszusage an Sturm-Opfer
US-Präsident Biden warnt, dass katastrophale Stürme heftiger und häufiger werden. Die zerstörerischen Folgen von Hurrikan «Ida» nimmt er persönlich in Augenschein und spricht mit Betroffenen.
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