20. Mai 2026 / News aus der Welt

Bewährungsstrafe nach tödlichem Autounfall in Stuttgart

Eine Frau stirbt und mehrere Menschen werden schwer verletzt, als ein Autofahrer mitten in Stuttgart auf einen Fußweg fährt. Diese Strafe hat ein Gericht nun verhängt.

Der Angeklagte hat eingeräumt, am Tag vor der Fahrt Kokain konsumiert zu haben.
Veröffentlicht am 20. Mai 2026 um 19:47 Uhr von dpa

Gut ein Jahr nach einem tödlichen Verkehrsunfall nahe einer Straßenbahnhaltestelle in Stuttgart ist der Unfallfahrer zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht Stuttgart verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren, die das Gericht zur Bewährung aussprach. 

Hält sich der 43-Jährige in den nächsten drei Jahren an die Auflagen des Gerichts, muss er also nicht ins Gefängnis. Das Gericht verhängte unter anderem eine Schadensersatzzahlung in Höhe von 400.000 Euro, die an die verschiedenen Opfer und ihre Angehörigen gehen. Zudem muss der Mann regelmäßig nachweisen, dass er weiter keine Drogen nimmt. Sein Führerschein wird für mindestens neun Monate eingezogen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Mann war Anfang Mai 2025 laut Anklage im Bereich der Straßenbahnhaltestelle Olgaeck nahe der Stuttgarter Innenstadt mit seinem Geländewagen von der Fahrbahn abgekommen und in den Fußgängerbereich vor der Haltestelle gefahren. Eine 46 Jahre alte Frau kam ums Leben, acht weitere Fußgänger wurden teils schwer verletzt.

Unfallfahrer hatte Kokainkonsum eingeräumt

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Mann fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung in acht Fällen sowie fahrlässige Gefährdung des Straßenverkehrs vorgeworfen. In seinem Plädoyer hatte der Staatsanwalt eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung gefordert. Ähnliche Forderungen hatten auch die Vertreter der Nebenklage geäußert, die die Opfer in dem Prozess vertraten. Der Verteidiger des Fahrers forderte eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten.

Im Prozess hatte der Unfallfahrer eingeräumt, am Tag vor dem Vorfall Kokain und Schlafmittel konsumiert zu haben. Er bekenne sich dazu, dass er am Tag des Unfalls nicht in der Verfassung gewesen sei, ein Kraftfahrzeug zu führen. «Ich hätte nicht fahren dürfen», sagte der 43-Jährige.

Er sei nicht davon ausgegangen, dass die Substanzen am Folgetag noch immer Wirkung entfalteten. In dieser falschen Annahme habe er sich ans Steuer gesetzt, so der Angeklagte. Eine Rechtsmedizinerin ging in ihrem Gutachten dagegen davon aus, dass der Mann sogar unter akutem Einfluss von Kokain gestanden haben könnte.


Bildnachweis: © Marijan Murat/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App? 

Meistgelesene Artikel

Wiedenbrück: Vier letzte Grundstücke an der Kernekampstraße für den Traum vom Eigenheim
Partner News

Acht Bauplätze waren geplant, vier sind bereits durch die Splietker Architektur und Bauen (Splietker Baugesellschaft mbH) bebaut. Wer jetzt zugreift,

weiterlesen...
Haus in Görlitz eingestürzt - fünf Menschen nicht erreichbar
News aus der Welt

Nach einem Hauseinsturz in Sachsen ist die Lage auch nach mehreren Stunden weiter unklar. Fünf Menschen, die möglicherweise in dem Haus waren, sind nicht erreichbar.

weiterlesen...
Internationales Kulturfest bringt Vielfalt nach Rheda
Lokalnachrichten Rheda-Wiedenbrück

Musik, Tanz und Spezialitäten aus vielen Ländern erwarten die Besucher Ende Mai auf dem Rathausplatz in Rheda

weiterlesen...

Neueste Artikel

Familie mit Kleinkind stirbt bei Autounfall
News aus der Welt

Bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Sattelzug kommt in Oberbayern eine dreiköpfige Familie ums Leben – darunter ein zweijähriges Kleinkind. Für den Fahrer des Lkws geht der Unfall glimpflich aus.

weiterlesen...
Explosion in Amsterdam – Polizei vermutet Sprengstoffbande
News aus der Welt

In einem Amsterdamer Wohnblock soll eine Gruppe junge Männer Sprengsätze gebaut haben – offenbar für einen geplanten Überfall in Deutschland. Die Polizei ermittelt.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Familie mit Kleinkind stirbt bei Autounfall
News aus der Welt

Bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Sattelzug kommt in Oberbayern eine dreiköpfige Familie ums Leben – darunter ein zweijähriges Kleinkind. Für den Fahrer des Lkws geht der Unfall glimpflich aus.

weiterlesen...
Explosion in Amsterdam – Polizei vermutet Sprengstoffbande
News aus der Welt

In einem Amsterdamer Wohnblock soll eine Gruppe junge Männer Sprengsätze gebaut haben – offenbar für einen geplanten Überfall in Deutschland. Die Polizei ermittelt.

weiterlesen...