Eine Familie von Zwergbeutelmardern ist ungewollt Tausende Kilometer durch Australien gereist: Die Mutter und ihre vier Babys wollten es sich auf einer Farm in Cairns im tropischen Queensland offenbar nur kurz in einer Kürbiskiste gemütlich machen. Dann aber ging es einem Medienbericht zufolge auf große Tour. Entdeckt wurden die «Northern quolls», wie die Tiere in ihrer Heimat heißen, erst nach einer 2800 Kilometer langen Fahrt entlang der Ostküste - und zwar in einem Großhandelsmarkt in Melbourne. Die kleinen Fleischfresser, die nur in Australien leben und als stark gefährdet gelten, seien nach der Odyssee etwas geschwächt gewesen, zitierte der Sender ABC Megan Hain, Wildtierbeauftragte des Bundesstaats Victoria. Deshalb hätten die Behörden sie zunächst in den Zoo von Melbourne gebracht, um sie wieder aufzupäppeln. Da die kleinen Raubbeutler einen scharfen Biss haben, sei das Team mit voller Schutzausrüstung angerückt. Im Zoo hätten sich die Mutter und ihr Nachwuchs gut erholt, erklärte Dinouk Perera vom Umweltministerium von Queensland. Der Rückweg sei dann weitaus komfortabler gewesen - und erheblich kürzer. «Sie sind mit dem Flugzeug von Victoria nach Cairns gereist», sagte Perera. Dann habe eine Wildschutzeinheit sie abgeholt und samt Klimaanlage und Temperaturregelung zurück in die Wildnis gebracht - nahe eines Bachs und eines kleinen Holzbaus, aber fernab jeder Farm.
Bildnachweis: © QUEENSLAND DEPARTMENT OF ENVIRONMENT AND SCIENCE/AAP/dpa
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Beutelmarder auf Tour - 2800 Kilometer in einer Kürbiskiste
Und plötzlich war die Mutter mit ihren vier Babys in Melbourne. Geplant war die Reise keineswegs. Ihr großes Abenteuer haben die kleinen Fleischfresser aber recht gut überstanden.
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