1. März 2023 / News aus der Welt

Anwältin: Frauenhass von Andrew Tate ist Teil einer Rolle

Der Influencer sitzt in Rumänien in U-Haft, weil er mit Komplizen Frauen sexuell ausgebeutet haben soll. Dass er sich ansonsten oft frauenfeindlich äußerte, steht für seine Anwältin aber nicht im Zusammenhang.

Influencer Andrew Tate sitzt seit Ende Dezember in Rumänien in Untersuchungshaft.
Veröffentlicht am 1. März 2023 um 14:34 Uhr von dpa

Die Anwältin des in Rumänien in Untersuchungshaft sitzenden britisch-amerikanischen Influencers Andrew Tate (36) sieht dessen frauenfeindliche Äußerungen in seinen Videos als von der Kunstfreiheit gedeckt. Keinesfalls dürften sie als Beweise in einem Verfahren gegen Tate in Rumänien eine Rolle spielen, sagte Tina Glandian dem britischen Sender «Times Radio» am Mittwoch.

Andrew Tate, sein Bruder Tristan sowie zwei mutmaßliche rumänische Komplizen sitzen seit Ende Dezember in Rumänien in Untersuchungshaft. Die Ermittler werfen ihnen vor, eine organisierte Verbrechergruppe gebildet zu haben mit dem Ziel, Frauen sexuell auszubeuten. Sie sollen junge Frauen dazu gezwungen haben, bei kommerziell verbreiteten Sex-Videos mitzuwirken. Bislang wurden sechs Opfer ermittelt. Erst kürzlich wurde die Untersuchungshaft bis zum 29. März verlängert.

Für die Vorwürfe gebe es keinerlei Beweise, sagte Glandian. Gegen Tate und die anderen Verdächtigen werde seit langem ermittelt, aber bisher sei keine förmliche Anklage erhoben worden.

Anwältin: Tate sagt Dinge, weil das Publikum das gut findet

Die als frauenfeindlich geltenden Äußerungen in Videos auf Tates Internetauftritten seien oft aus dem Kontext gerissen, so Glandian. Er und sein Bruder schlüpften für ihre Videos in Rollen und seien Personen des öffentlichen Lebens, «die eine Menge Dinge sagen, weil ihr Publikum das gut findet oder will, und weil es ihnen Likes und Follower bringt». Die Äußerungen seien aber nicht dazu gedacht, ernst genommen zu werden.

Bekannt wurde Andrew Tate 2016, als er aus der britischen Big-Brother-Show hinausgeworfen wurde, nachdem ein Video publik geworden war, in dem er eine Frau mit einem Gürtel schlägt.


Bildnachweis: © Andreea Alexandru/AP/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App? 

Meistgelesene Artikel

Goldener Kamm in Gütersloh
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...

weiterlesen...
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
News aus der Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Auto rast durch Fußgängerzone - Minister spricht von Unfall
News aus der Welt

Umgestürzte Stühle, Kinderspielzeug auf der Straße: Eine Spur der Verwüstung hat ein Autofahrer im nordhessischen Hofgeismar hinterlassen. Es gibt mehrere Verletzte. Was bislang bekannt ist.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Philippinen: 87 Menschen nach Brand auf Fähre vermisst
News aus der Welt

Auf dem Weg ins philippinische Urlaubsparadies Coron bricht auf einer Fähre Feuer aus. Fünf Menschen sterben – von mehr als 80 weiteren fehlt zunächst jede Spur.

weiterlesen...
Geht es ohne? – Wie Tierversuche ersetzt werden sollen
News aus der Welt

Rund zwei Millionen Tiere wurden 2024 für Forschungszwecke eingesetzt beziehungsweise getötet. Das sind weniger als in früheren Jahren, aber immer noch viele. So könnte die Zahl reduziert werden.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Philippinen: 87 Menschen nach Brand auf Fähre vermisst
News aus der Welt

Auf dem Weg ins philippinische Urlaubsparadies Coron bricht auf einer Fähre Feuer aus. Fünf Menschen sterben – von mehr als 80 weiteren fehlt zunächst jede Spur.

weiterlesen...
Geht es ohne? – Wie Tierversuche ersetzt werden sollen
News aus der Welt

Rund zwei Millionen Tiere wurden 2024 für Forschungszwecke eingesetzt beziehungsweise getötet. Das sind weniger als in früheren Jahren, aber immer noch viele. So könnte die Zahl reduziert werden.

weiterlesen...