Die Anwältin des in Rumänien in Untersuchungshaft sitzenden britisch-amerikanischen Influencers Andrew Tate (36) sieht dessen frauenfeindliche Äußerungen in seinen Videos als von der Kunstfreiheit gedeckt. Keinesfalls dürften sie als Beweise in einem Verfahren gegen Tate in Rumänien eine Rolle spielen, sagte Tina Glandian dem britischen Sender «Times Radio» am Mittwoch. Andrew Tate, sein Bruder Tristan sowie zwei mutmaßliche rumänische Komplizen sitzen seit Ende Dezember in Rumänien in Untersuchungshaft. Die Ermittler werfen ihnen vor, eine organisierte Verbrechergruppe gebildet zu haben mit dem Ziel, Frauen sexuell auszubeuten. Sie sollen junge Frauen dazu gezwungen haben, bei kommerziell verbreiteten Sex-Videos mitzuwirken. Bislang wurden sechs Opfer ermittelt. Erst kürzlich wurde die Untersuchungshaft bis zum 29. März verlängert. Für die Vorwürfe gebe es keinerlei Beweise, sagte Glandian. Gegen Tate und die anderen Verdächtigen werde seit langem ermittelt, aber bisher sei keine förmliche Anklage erhoben worden. Die als frauenfeindlich geltenden Äußerungen in Videos auf Tates Internetauftritten seien oft aus dem Kontext gerissen, so Glandian. Er und sein Bruder schlüpften für ihre Videos in Rollen und seien Personen des öffentlichen Lebens, «die eine Menge Dinge sagen, weil ihr Publikum das gut findet oder will, und weil es ihnen Likes und Follower bringt». Die Äußerungen seien aber nicht dazu gedacht, ernst genommen zu werden. Bekannt wurde Andrew Tate 2016, als er aus der britischen Big-Brother-Show hinausgeworfen wurde, nachdem ein Video publik geworden war, in dem er eine Frau mit einem Gürtel schlägt.Anwältin: Tate sagt Dinge, weil das Publikum das gut findet
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Anwältin: Frauenhass von Andrew Tate ist Teil einer Rolle
Der Influencer sitzt in Rumänien in U-Haft, weil er mit Komplizen Frauen sexuell ausgebeutet haben soll. Dass er sich ansonsten oft frauenfeindlich äußerte, steht für seine Anwältin aber nicht im Zusammenhang.
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