Trotz deutlicher Rückgänge der Affenpocken-Nachweise weltweit hebt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den deshalb verhängten internationalen Gesundheitsnotstand nicht auf. Das teilte sie in Genf mit und folgte damit der Empfehlung eines unabhängigen Expertenrates. Es gebe immer noch Fälle von Affenpocken (Mpox) in mehr als 30 Ländern, sagte WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus. «Die mögliche Untererfassung und unvollständige Meldung bestätigter Fälle in einigen Regionen ist besorgniserregend, insbesondere in Ländern, in denen bereits früher eine Übertragung der Mpox-Erkrankung vom Tier auf den Menschen gemeldet wurde», sagte er. Die WHO spricht inzwischen von Mpox und nicht mehr von monkeypox (Affenpocken), weil die Krankheit mit Affen eigentlich nichts zu tun hat, sondern nur zufällig erstmals in Affen nachgewiesen wurde. Tedros rief alle Länder auf, weiterhin wachsam zu sein. Der Notstand gilt seit dem 23. Juli 2022, nachdem in zahlreichen Ländern plötzlich Affenpocken nachgewiesen wurden, die bei Menschen bis dahin nur aus wenigen afrikanischen Ländern bekannt waren. Die Deklaration eines internationalen Gesundheitsnotstands - oder die Aufhebung - hat keine unmittelbaren Folgen. Mit dieser Alarmstufe will die WHO bei Regierungen nur das Bewusstsein für eine Bedrohung schärfen. Länder entscheiden selbst, welche Maßnahmen sie ergreifen. Die Krankheit wird durch das Affenpockenvirus ausgelöst. Das auffälligste Symptom sind Hautveränderungen, die auch in der Genital- und Analregion auftreten können. 96,5 Prozent der registrierten Infizierten sind nach WHO-Angaben Männer - die meisten davon 18 bis 44 Jahre alt. Rund 84 Prozent der registrierten Fälle, bei denen die sexuelle Orientierung bekannt war, sind Männer, die Sex mit Männern haben. Die Zahl der gemeldeten Fälle von bis zu mehreren Tausend pro Woche ist seit Herbst 2022 stark zurückgegangen. In der Woche vom 6. bis 12. Februar 2023 wurden der WHO aus aller Welt noch 270 Fälle gemeldet. Insgesamt hat die WHO seit Anfang 2022 rund 86.000 Infektionen aus Dutzenden Ländern registriert und über 90 Todesfälle. In Deutschland gab es seit Mai 2022 etwa 3700 registrierte Fälle, seit Oktober wurden nur noch wenige gemeldet. Es gibt eine Schutzimpfung gegen das Virus. Die WHO hat sich stark für die Ankurbelung der Produktion eingesetzt.
Bildnachweis: © National Institute of Allergy and Infectious Diseases/AP/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Affenpocken-Ausbruch bleibt Gesundheitsnotstand
Mitte 2022 wurden in zahlreichen Ländern Affenpocken nachgewiesen. Seit Juli gilt ein internationaler Gesundheitsnotstand. Inzwischen ist die Zahl der Fälle stark zurückgegangen, doch die WHO hält am Notstand fest.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Rheda-Wiedenbrück App?
Meistgelesene Artikel
- 10. April 2026
Rheda-Wiedenbrück: B61 – Restarbeiten ab 13. April, Tempo 50 und Einspurbetrieb bis Freitag
Straßen.NRW führt ab Montag letzte Bankett- und Markierungsarbeiten auf der B61 durch
- 15. März 2026
CONG4 Bettenmanufaktur – Deine Anlaufstelle für individuellen Schlaf in Rheda-Wiedenbrück & Kreis GT
Handgefertigte Betten, Matratzen und Schlaflösungen – persönlich, regional und maßgeschneidert.
Österliche Ideen für Zuhause, zum Verschenken und für den Friedhof: Blumenhaus Wagner bringt den Frühling in die Feiertage.
Neueste Artikel
- 15. April 2026
SPARKLING arbeitet an nächsten Auftritten
Nach dem ereignisreichen Jubiläumsjahr 2025, in dem die Gruppe ihr 25-jähriges Bestehen feierte, arbeitet ...
- 15. April 2026
Mann will nach Mordurteil aus Fenster springen
Das Landgericht München I hat einen Mann wegen des Mordes an seiner Großmutter verurteilt - der reagiert heftig.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 15. April 2026
Mann will nach Mordurteil aus Fenster springen
Das Landgericht München I hat einen Mann wegen des Mordes an seiner Großmutter verurteilt - der reagiert heftig.
- 15. April 2026
Fall Fabian: Mordprozess startet Ende April
Im Fall des getöteten achtjährigen Fabian sitzt die Tatverdächtige seit Anfang November in U-Haft. Nun stehen die Termine für die Hauptverhandlung fest. Demnach wird es ein langer Prozess.

